Melchiorshausens Trainer Freund im Interview

„Ich bin voll und ganz von der Mannschaft überzeugt“

Trotz einer eher durchwachsenen Vorbereitung geht Melchiorshausens Trainer Wilco Freund mit seiner Mannschaft sehr optimistisch das Abenteuer Bremen-Liga an. - Foto: Flügge

Melchiorshausen - Von Arne Flügge. In den ersten beiden Runden des Bremer Landespokals haben die Fußballer des TSV Melchiorshausen bereits die erste Pflichtspielluft geschnuppert – jetzt wird es in der Liga ernst. Und gleich zum Saisonauftakt der Bremen-Liga wartet auf den Aufsteiger eine ganz harte Nuss, wenn sich die SG Aumund-Vegesack morgen (15.00 Uhr) in Melchiorshausen vorstellt. Im Interview spricht TSV-Trainer Wilco Freund (49) über die Vorbereitung, das Kribbeln im Bauch und warum er seine Mannschaft für die neue Liga gerüstet sieht.

Herr Freund, das Abenteuer Bremen-Liga geht für Ihre Mannschaft los. Wie groß ist die Vorfreude auf die neue Saison?

Wilco Freund: Riesig natürlich. Spannung und Erwartung sind groß. Wir freuen uns darauf, was auf uns zukommt, auf das Unbekannte.

Und mit jedem Tag wächst dann auch das Kribbeln im Bauch?

Freund: Das ist doch klar, und ich denke, das gehört auch dazu.

Wie verlief Ihre Saisonvorbereitung?

Freund: Durchwachsen. Positiv ist, dass wir uns von Spiel zu Spiel gesteigert haben, immer stärker geworden sind. Negativ war, dass nicht alle Spieler durchgehend an der Vorbereitung teilnehmen konnten. Viele sind durch Verletzungen ausgefallen.

Sehen Sie Ihre Mannschaft dennoch gut gerüstet für die Bremen-Liga?

Freund: Auf jeden Fall, denn ich bin voll und ganz von der Mannschaft überzeugt.

Als Aufsteiger setzt man sich normalerweise das Ziel Klassenerhalt. Was wollen Sie erreichen?

Freund: Ich lasse die Ziele gern von der Mannschaft formulieren. Sie muss sich dann selbst daran messen lassen. Die Jungs wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, und auf diesem Weg begleite ich sie. Und wenn alle voll mitziehen, private Dinge auch mal zurückgestellt werden, dann ist dieses Ziel auch erreichbar.“

Am Samstag geht es mit einem Heimspiel gegen Aumund-Vegesack los. Ein Vorteil, zum Auftakt zu Hause zu spielen?

Freund: Ach, das weiß ich nicht. Vielleicht ist es ein Vorteil, vor eigenem Publikum zu spielen, andererseits ist die Erwartungshaltung auch gleich viel größer. Fakt ist, dass wir gleich ein richtiges Schwergewicht der Liga zu Gast haben. Da erwartet niemand große Dinge von uns. Wir können daher sehr selbstbewusst auftreten.

Wie stark schätzen Sie Aumund in diesem Jahr ein?

Freund: Sie werden wieder unter die ersten Fünf kommen. Zumindest haben sie das Potenzial dafür. Sie haben viele Positionswechsel, ein starkes Passspiel, sind spielerisch gut. Wie gesagt: Die haben schon eine richtig gute Truppe.

Die Sie wie knacken wollen?

Freund: Indem wir einerseits unsere Chancen nutzen. Wir müssen im Abschluss sehr effektiv sein, denn viele Möglichkeiten werden wir sicherlich nicht bekommen. Auf der anderen Seite müssen wir die Räume eng halten, sie zwingen, mehr quer als in die Tiefe zu spielen. Ich denke, das werden die Mittel sein, um Erfolg zu haben.

Können Sie gegen Aumund Ihre beste Elf ins Rennen schicken?

Freund: Ehrlich gesagt weiß ich das noch gar nicht. Hinter dem Einsatz vieler Spieler steht noch ein Fragezeichen. Die personelle Situation wird sich ziemlich kurzfristig entscheiden.

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