Korbball-Bundesliga: Aufsteiger schlägt Heiligenrode am ersten Spieltag mit 7:6

Heiligenfeldes Haase sorgt für die Vorentscheidung

Seckenhausens Luise Budig (am Ball) setzt hier im Match gegen Brake zu einem Wurf an. - Fotos: Westermann

SYKE - Von Sandra Hellmers. Punkte für den Aufsteiger, Fehlstarts für zwei Platzhirsche: Der erste Spieltag der Korbball-Bundesliga Nord in der Syker Olympiahalle brachte vielen Teams einen holprigen Saisonstart. Der erste Tabellenführer heißt SV Brake, die Rote Laterne trägt die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst.

SV Heiligenfelde - SV Brake 6:11 (3:4): Zweiter Anlauf Bundesliga: Heiligenfelde ist nach dem Abstieg im Vorjahr direkt wieder aufgestiegen. Nun soll es klappen mit dem Klassenerhalt in der höchsten Liga. Und tatsächlich: Der SVH startete vor den eigenen Fans entschlossen in die neue Saison und konnte zwischenzeitlich sogar mit 3:1 in Führung gehen. Brake allerdings war der erwartet schwere Gegner und drehte die Partie mit drei Treffern in Folge noch vor dem Seitenwechsel. Zwar blieb Heiligenfelde immer dran, konnte nach dem 6:8 dem Braker Endspurt aber nicht mehr viel entgegensetzen. „Wir denken, dass das Ergebnis nicht ganz den Spielverlauf wiedergibt. Wir haben eine richtig starke Truppe gehabt, die es Brake sehr schwer machte“, kommentierte Trainer Jörg Spalkhaver und sah den Braker Sieg am Ende zu hoch.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst - Oldenbroker TV 7:14 (3:7): Trotz der klaren Niederlage war TSG-Trainer Torsten Behrens nicht unzufrieden: „Wir haben uns gute Chancen herausgespielt und sie auch konsequent genutzt“, beurteilte er vor allem die Offensive positiv. Bis kurz vor der Pause konnte die TSG ordentlich mithalten, ehe der OTV davonzog. Denn trotz der starken Leistung von TSG-Korbhüterin Tabea Ströhemann war Oldenbrok vor allem wurftechnisch überlegen und konnte immer wieder aus der Distanz unhaltbar einnetzen. Dabei hätten in diesem Spiel auch noch weitaus mehr Treffer fallen können, denn auf beiden Seiten gab es viel Wurfpech. „Die Niederlage war am Ende absolut in Ordnung; Oldenbrok war einfach besser, musste aber auch einiges aufbieten, um uns zu schlagen“, erkannte Behrens nach dem Abpfiff an.

TSV Heiligenrode - SV Heiligenfelde 6:7 (2:3): Erster Spieltag, erster Sieg: Der SVH besiegte eines der Bundesliga-Spitzenteams der vergangenen Jahre am Ende knapp, aber verdient. Nach einer umkämpften ersten Hälfte, in der Heiligenrodes Trainerin Dagmar Schnelle vor allem mit der mangelnden Treffsicherheit haderte (Schnelle: „Zwei Treffer in der ersten Hälfte, das ist nicht bundesligatauglich“) gelang dem Spalkhaver-Team ein vorentscheidender Zwischenspurt zum 6:2. „Doch meine Mannschaft ließ den Kopf nicht hängen und öffnete die Abwehr“, freute sich Schnelle über die starke Reaktion ihrer Mannschaft, die in Minute 35 tatsächlich nochmals auf 5:6 herankommen konnte. Heiligenfeldes Frederike Haase war es aber schließlich vergönnt, doch noch das vorentscheidende 7:5 für die Gastgeberinnen zur erzielen. Die Heiligenroder Aufholjagd wurde am Ende nicht mehr belohnt.

SG Findorff - TSV Barrien 13:3 (8:1): „Ein hammerharter Auftakt für uns“, befand Barriens Trainer Manfred Otto nach der deutlichen Klatsche gegen Findorff. Seine Mannschaft war dezimiert; mit Vanessa Meier, Maren Mühlenbruch und Sarah Zieske fehlten gleich drei Stammkräfte. Aus der Zweiten half dafür Nina Früchtenicht aus. Dass es gegen den amtierenden Meister schwer werden würde, war den Blau-Weißen von vornherein klar. Zur Folge hatte dies allerdings, dass der TSV augenscheinlich viel zu viel Respekt vor dem Gegner hatte, und so fiel es den Bremerinnen nicht schwer, von Beginn an mit druckvollem Spiel für Klarheit zu sorgen. „Unserer Offensive fehlte es an Grundtempo und Durchsetzungsvermögen, unsere Abwehr war zu oft überfordert“, fasste Otto die Geschehnisse zusammen.

SV Brake - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 18:4 (11:2): Mit dieser Leistung war Torsten Behrens überhaupt nicht einverstanden. „Ende der letzten Saison haben wir diesen Gegner noch geschlagen, aber davon waren wir diesmal weit entfernt“, urteilte er. Die großgewachsenen Brakerinnen machten es der TSG schwer, im Angriff ein Durchkommen zu finden. „Aber wir haben auch wirklich schlecht gespielt, haben uns Brake regelrecht ergeben. Ich bin sehr enttäuscht“, fand Behrens klare Worte und lobte allein Tabea Ströhemann, die am Korb wiederum gute Paraden zeigte. Doch der Blick geht ab sofort nach vorn: „Wir müssen das jetzt abhaken und uns in den nächsten Wochen verbessern, dann wird es auch wieder bessere Tage geben“, zeigte er sich am Ende optimistisch.

TSV Barrien - TSV Heiligenrode 6:8 (2:3): Im Vergleich zu ihren Auftaktniederlagen konnten sich beide Mannschaften sichtbar verbessern. Allerdings hatte Heiligenrode im Spielverlauf die Nase immer knapp vorn. „Dass wir am Ende auch in diesem Spiel unserem Gegner die Punkte überlassen mussten, lag an unserer mangelhaften Wurfquote“, resümierte TSV-Coach Otto und kündigte akribische Trainingsarbeit und für den nächsten Spieltag eine deutliche Steigerung an. Sein Gegenüber Dagmar Schnelle freute sich über eine erneut solide Abwehrleistung und sieht optimistisch nach vorn: „Auch wenn es uns nicht gelang, uns deutlicher abzusetzen, so blieben wir doch zuversichtlich und nervenstark. Ich denke, dass wir uns im Angriff noch steigern können“, kommentierte sie.

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