Aufgemotzte Twistringer: „Wir haben uns qualitativ und quantitativ enorm verstärkt“

Das große Zittern scheint Geschichte zu sein

Twistringens Trainer Stefan Müller (hinten rechts) und sein Co-Trainer Sven Müller (hinten links) vertrauen folgenden Neuzugängen (hinten v.l.): Jonas Wilkens, Simon Beuke und Kevin Diekmann sowie (vorn v.l.): Nick Thiede, Niklas Brauer und Christoph Hainke. Auf dem Bild fehlt Danny Lange.

Twistringen - Von Philip Kaluza. Letztendlich waren es zwei Zentimeter, vielleicht drei, an denen das Schicksal hing! Der Schuss vom Ex-Twistringer Michael Geisler, der kurz vor dem Abpfiff der letzten Saison im alles entscheidenden Abstiegsendspiel zwischen dem TV Neuenkirchen und dem SC Twistringen gegen den Innenpfosten des Twistringer Gehäuses klatschte, wurde zum Symbol der letztjährigen Zittersaison des SCT. Die Ausgang ist bekannt: Der Ball von Geisler sprang ins Feld zurück, der TVN stieg in der Relegation ab und der SC Twistringen kam mit einem blauen Auge davon. Nun freuen sich die Blaumeisen auf eine neue Saison in der Fußball-Bezirksliga.

„Wir haben unsere Lehren aus dem vergangenen Jahr gezogen“, verspricht Stefan Müller, der in seine dritte Saison als SCT-Coach geht: „Als uns im letzten Winter zwei Spieler von der Fahne gegangen sind und dann auch noch Thorben Deepe erkrankt ist, sind wir mit einem Kader von 13, 14 Leuten durch die Rückrunde gestolpert.“ Für Müller und Team-Manager Kevin Krowiorsch war daher klar, dass sie den Kader zur neuen Saison vor allem in der Breite verstärken müssen.

Dies gelang den Kaderplanern auf den ersten Blick außerordentlich gut. Vom Landesligisten TSV Wetschen kamen im Doppelpack die Verteidiger Danny Lange und Kevin Diekmann. „Von ihnen erwarte ich, dass sie eine Führungsrolle innerhalb der Mannschaft einnehmen“, erklärt Müller. Ähnliches dürfte für Simon Beuke gelten, der vom Lokalrivalen Mörsen-Scharrendorf kommt. „Simon ist für mich der beste Kopfballspieler der Bezirksliga“, adelt ihn sein neuer Trainer. Für die Offensive kommt zudem Christoph Hainke vom Barnstorfer SV.

Zu den vier arrivierten Kräften gesellen sich in Nick Thiede, Niklas Brauer, Simon Bavendiek und Jonas Wilkens auf der Seite der Neuzugänge auch noch vier Talente aus dem eigenen Stall hinzu. Vor allem Nick Thiede, der in der vergangenen Rückrunde bereits als A-Jugendlicher im Abstiegskampf in die Bresche gesprungen war, nährt die Hoffnung, dass das Twistringer Aufbauspiel kreativer wird.

„Wir haben uns qualitativ und quantitativ enorm verstärkt“, frohlockt Müller. Auf der Seite der Abgänge steht mit Christian Horstmann (SV Mörsen-Scharrendorf) nur ein Akteur, dem der Sprung in die Startelf letztes Jahr verwehrt blieb.

An seiner Spielphilosophie wird Müller in der neuen Saison nicht rütteln: „Man muss die Taktik seinem Kader anpassen. Wir haben ideale Spieler, um aus einer stabilen Abwehr heraus schnelle Gegenangriffe zu initiieren.“ Für Geschwindigkeit auf dem Platz dürften im vorderen Bereich vor allem Julian Fuhrmann, die Hiller-Brüder sowie Neuzugang Hainke sorgen. Im zentralen Mittelfeld traut Müller Philipp Meyer einen Entwicklungsschritt zu. „Er kann ein absoluter Leader werdem“, erklärt der 54-Jährige. Neben Meyer dürfte Neuzugang Beuke auf der Sechser-Position auflaufen.

Für die neue Runde scheint der SCT gut aufgestellt zu sein, auch wenn die letzten Testspielergebnisse nicht so toll waren. Ein weiterer Pluspunkt bei den Blaumeisen ist der große Zusammenhalt im Kader, der durch den erfolgreichen Abstiegskampf in der letzten Saison noch gewachsen sein dürfte. Die Twistringer dürften ihr Ziel erreichen und im Mittelfeld der Tabelle landen. In Abstiegsnöte werden sie in dieser Saison nicht geraten.

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