Blumenthals Spielertrainer Kniat wechselt sich ein und wird zum Matchwinner

„Gammeltor“ schockt Brinkum

Eine Fehler-Doublette der Brinkumer Jendrick Meissner (li.) und Niklas Frank (re.) ermöglichte Blumenthal den Siegtreffer. - Foto: töb

BRINKUM - Von Gerd Töbelmann. „Was für ein Gammeltor“, stöhnte Kristian Arambasic gestern. Der Trainer des Fußball-Bremen-Ligisten Brinkumer SV hatte gerade in der zweiten Halbzeit ein Chancenplus seines Teams gegen den Tabellenzweiten Blumenthaler SV gesehen, doch das war in der 85. Minute nur noch Makulatur. Blumenthals Spielertrainer Michel Kniat nutzte eine Brinkumer Fehler-Doublette zum 1:0 (0:0)-Siegtreffer.

„Michel hat uns schon wieder weh getan. Bei unserem Auswärtsspiel in der vergangenen Saison hat er auch schon den Blumenthaler Siegtreffer erzielt“, schüttelte Arambasic nur mit dem Kopf. Durch eine engagierte Leistung in der zweiten Halbzeit, gepaart mit einem Chancenplus, hatte sich sein Team eigentlich einen Punkt verdient gehabt.

In der ersten Halbzeit war das anders. Die personell arg gebeutelten Brinkumer zogen sich größtenteils in die eigene Hälfte zurück und überließen Blumenthal das Geschehen. Die Nordbremer taten sich damit jedoch schwer und kamen kaum zu gefährlichen Aktionen.

Zweimal jedoch hatte Brinkum auch Glück. In der 32. Minute traf der siebenfache Saisontorschütze Angel Amara Diallo mit seinem Heber aus 16 Metern nur den rechten Pfosten. Und quasi mit dem Pausenpfiff schoss Serhat Akyol die „Kugel“ aus sieben Metern links am Pfosten vorbei. Brinkumer Möglichkeiten? Waren nicht zu notieren. Dynar Kücük hing als einzige Spitze ziemlich in der Luft, weil das restliche Brinkumer Personal nicht schnell genug bei Ballbesitz nachrückte.

In der zweiten Halbzeit jedoch traten die Gastgeber vor 80 Zuschauern viel mutiger auf, obwohl das Personal zunächst nicht gewechselt wurde. Schon 50 Sekunden nach Wiederbeginn hatte Marcel Brendel das 1:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch freistehend am Blumenthaler Keeper Hannes Frerichs. Sechs Minuten später trat Kücük spektakulär auf den Plan, zog mit Volldampf in den Strafraum, wurde jedoch im letzten Moment noch geblockt.

Weitere 120 Sekunden später hätte Brendel unbedingt das 1:0 machen müssen. Aus elf Metern jedoch schob der Stürmer der Spielgerät freistehend rechts vorbei und hätte wohl im Boden versinken mögen. Seine Kollegen bauten ihn verbal natürlich auf, aber Arambasic stellte auch treffend fest: „Den hätte er einfach machen müssen.“

Danach schickte der Brinkumer Coach Dennis Krefta mit den Worten „so wie in Grolland“ aufs Spielfeld und meinte damit, dass Krefta vor einigen Wochen gegen Grolland auch eingewechselt wurde und dann einen Blitz-Hattrick hingelegt hatte. Sowas wiederholt sich aber im Fußball nicht beliebig. Im Gegenteil: Krefta sah in der 90. Minute wegen Reklamierens die Ampelkarte und fällt damit fürs Match am Samstag bei VfL 07 Bremen aus.

Als Krefta noch auf dem Platz war, hätte neben Brendel auch Tom Trebin zur Führung treffen können, doch der Youngster setzte das Leder in der 71. Minute an den linken Pfosten. Brinkum war jedoch mit Macht am Drücker – und wurde in der 85. Minute kalt erwischt. Schon erwähnter Michel Kniat, der sich selbst als Rammbock im Blumenthaler Sturmzentrum eingewechselte hatte, lag mit dieser Maßnahme goldrichtig. Allerdings hätte er nie und nimmer treffen dürfen, doch eine Brinkumer Fehler-Doublette durch Keeper Niklas Frank (Faustabwehr zu schwach) und dem ansonsten starken Innenverteidiger Jendrick Meissner (schlug am Ball vorbei) ermöglichte erst diesen Treffer. Danach war Brinkum nicht mehr in der Lage, das Match zu drehen.

500 Zivilisten in Aleppo getötet

500 Zivilisten in Aleppo getötet

Die 20 beliebtesten Städte in Deutschland

Die 20 beliebtesten Städte in Deutschland

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt

Oppendorfer Nikolausmarkt mit buntem Programm 

Oppendorfer Nikolausmarkt mit buntem Programm 

Meistgelesene Artikel

Umstrittener Handelfmeter entscheidet furioses Derby

Umstrittener Handelfmeter entscheidet furioses Derby

Rieken: „Wir sind gefordert, müssen das letzte Hemd geben“

Rieken: „Wir sind gefordert, müssen das letzte Hemd geben“

Acht Tore in 30 Minuten viel zu wenig zum Sieg

Acht Tore in 30 Minuten viel zu wenig zum Sieg

Phoenix zündet das Feuer

Phoenix zündet das Feuer

Kommentare