Squash-Bundesliga mit mehreren Neuerungen 

1. SC Diepholz muss neue Herausforderungen stemmen

Dennis Jensen, Spielertrainer beim 1. SC Diepholz, kann auf den aktuellen Kader zurückgreifen. Jetzt hofft er, dass die heimische Wirtschaft den Bundesligisten noch mehr unterstützt. - Foto: Westermann

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Die Deutsche Squash Liga (DSL) hat für die kommende Bundesliga-Spielzeit eine für die Vereine weitreichende Neustrukturierung vorgenommen. Die Gruppe Mitte entfällt, jetzt gibt’s nur noch die Staffeln Nord und Süd. Außerdem dürfen die Vereine künftig zwei Ausländer einsetzen.

Der 1. SC Diepholz will in seine zehnte Bundesliga-Saison in Folge gehen, muss allerdings einige Hürden bewältigen. Das Diepholzer Urgestein Dennis Jensen (40), der seit 13 Jahren als Spielertrainer fungiert, nimmt zur aktuellen Situation Stellung.

Herr Jensen – der 1. SC Diepholz ist ein Traditionsverein in der Bundesliga und kann mit Platz zwei und drei in den Vorjahren tolle Erfolge aufweisen. Wie gelingt das?

Dennis Jensen: Wir kommen über die mannschaftliche Geschlossenheit und einen Riesen-Teamgeist, ein Rad muss ins andere greifen – wenn wir in so einer kleinen Stadt wie Diepholz erfolgreich sein wollen.

Die Ligastruktur zur Spielzeit 2016/2017 ändert sich – es gibt nur noch die Staffeln Nord und Süd. Welche Auswirkungen befürchten Sie?

Jensen: Das ist für uns als kleiner Verein ein Hammer, sicherlich wird das sportliche Niveau noch höher sein, vor allem stehen uns aber weitere Fahrten und auch mehr Einzelspieltage bevor, die teils am Samstag und am Sonntag durchgeführt werden. Erhebliche Mehrkosten kommen auf uns zu, und da hoffe ich, dass uns die Diepholzer den Rücken stärken, da auf uns eine Mammutaufgabe in Sachen Planung und Finanzierung zukommt.

Auch die Ausländerregelung wird geändert, ab der kommenden Bundesligaspielzeit darf mit zwei Ausländern gespielt werden. Wie plant der 1. SC Diepholz seinen Kader?

Jensen: Die Änderung finde ich bedenklich, da wir den deutschen Spitzenspielern die Tür vor der Nase zumachen und besonders die Jugendspieler kaum mehr Einsätze in der Bundesliga erhalten. Andererseits dürfen ausländische Sportler nicht benachteiligt sein. Profitieren werden von der Regelung Vereine, die an der Grenze zu unseren europäischen Nachbarn beheimatet sind. Mit Dylan Bennett haben wir Einigkeit erzielt, und er wird in sein fünftes Jahr bei uns gehen. Er identifiziert sich voll mit Diepholz. Mit dem 20-jährigen spanischen Nationalspieler Iker Pajares Bernabeu besteht ebenfalls Einigkeit. Wenn es seine Termine auf der Tour zulassen, wird er bei uns vermehrt in der Serie 2016/2017 zum Einsatz kommen. Er ist ein Riesentalent und wird dieses Jahr sicherlich den Sprung unter die Top 100 der Welt schaffen.

Wie sieht es mit Neuzugängen aus ?

Jensen: Wir sind in vielen Gesprächen, aber noch ist es zu früh, abschließend etwas zu sagen. Wir müssen jetzt die nächsten Wochen schauen, wie wir die Etatplanung bewältigen können. Diepholz ist eine gute Adresse, das hat sich in der Szene herumgesprochen. Viel wichtiger ist, dass der aktuelle Kader zugesagt hat. Damit haben wir eine Basis geschaffen, um weiterhin erfolgreichen Bundesligasport in Diepholz anbieten zu können.

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