„Württemberg-Cup“: Sudweyhe verliert durch umstrittenen Elfmeter

Corßen-Katenkamp lässt Seckenhausen jubeln

Trafen gestern erst das zweite Mal als Trainer aufeinander: Benedetto (li.) und Fabrizio Muzzicato. - Fotos: Töbelmann

Ristedt - Von Gerd Töbelmann. Eigentlich war Bezirksliga-Aufsteiger TSG Seckenhausen-Fahrenhorst schon froh gewesen, überhaupt eine Einladung zum Ristedter Fußball-Turnier um den „Württemberg-Cup“ erhalten zu haben. Seit gestern hat das Team nun sogar die Chance, zumindest um Platz drei zu spielen, denn gegen den TuS Sudweyhe gab es in der Gruppe A vor 250 Zuschauern ein 1:0. Seiner Favoritenrolle gerecht wurde danach Bremen-Ligist Bremer SV durch ein 2:0 gegen den Oberligisten TB Uphusen.

TuS Sudweyhe - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 0:1 (0:0): Dieses Match wurde erst gegen Ende so richtig kribbelig: Zwei Minuten vor dem Abpfiff zeigte Schiri Pascal Rinn nach vermeintlichem Foul an Seckenhausens Nico Kiesewetter (Trikotzupfen) auf den Punkt. Hergen Corßen-Katenkamp behielt die Nerven und verwandelte zum Siegtreffer.

Danach gingen die Sudweyhe jedoch aus zwei Gründen „steil“. Trainer Uwe Behrens nannte Punkt eins: „Das war nie und nimmer ein Strafstoß. Mein Spieler hat gar nichts gemacht.“ Und der Sudweyher Coach legte Punkt zwei gleich nach: „Wie kann man diesen Mann dieses Spiel leiten lassen?“

Akrobat schööön: Sudweyhes Stephen Bohl (li.) nimmt den Ball mit der Hacke mit – Jan Dahlheuser kann da nur zuschauen.

Hintergrund: Pascal Rinn pfeift für die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst. Nun kommen vermeintliche Fehlentscheidungen immer mal vor, aber man hätte den Ärger elegant umgehen können, wenn man Rinn im zweiten und nicht im ersten Spiel angesetzt hätte. Henry Stöver vom veranstaltenden Risteder Förderverein sagte: „Wir haben da keinen Einfluss. Die Ansetzungen werden vom Schiedsrichterausschuss des Kreises vorgenommen.“ Ein wenig mehr Sorgfalt hätte da weitergeholfen.

Wenn jedoch ein Team gestern den Sieg verdient gehabt hatte, dann war es Seckenhausen. „Die hatten viel mehr Torchancen. Meiner Mannschaft fehlte vorn die Durchschlagskraft“, gab Behrens mit schon deutlich niedrigerem Puls zu. Die Ruhe selbst war sein Kollege Dirk Hofmann: „Unsere Leistung war echt gut. Dass wir jetzt sogar noch eine Chance auf das Spiel um Platz drei haben, ist echt der Hammer.“ Dabei lobte er besonders Abwehrchef Torben Budelmann: „Schön, dass ich solch einen erfahrenen Mann habe.“

Vor dem 1:0 hätte die TSG schon alles regeln müssen, vergab durch Christian Schult oder auch Corßen-Katenkamp aber vier hochkarätige Chancen.

Bremer SV - TB Uphusen 2:0 (0:0): Es war erst das zweite Aufeinandertreffen als Trainer der beiden Brüder Fabrizio (BSV) und Benedetto (TBU) Muzzicato. „Das erste Mal war im Pokal, als ich noch Coach in Oberneuland war“, erinnerte sich Benedetto Muzzicato.

Im Gegensatz zum 0:1 gegen Sudweyhe trat sein Team viel kompakter auf und stand vor allem hinten sicherer. Der überlegene Double-Gewinner aus Bremen hätte dennoch in der 29. Minute in Führung gehen müssen, doch Maciej Kwiatkowski scheitete per Elfmeter an Uphusens Keeper Jasir Jashiri.

Nach der Pause klappte es dann doch mit dem 1:0 (41.) durch Vafeng Jabateh. In der 68. Minute machte Philipp Rockahr mit dem Treffer zum 2:0 alles klar, womit der Bremer SV schon mit einem Bein im Finale am kommenden Freitag steht.

Benedetto Muzzicato war aber keineswegs enttäuscht: „Mir haben wieder zwölf Leute gefehlt, aber es wird dennoch von Tag zu Tag besser.“ Sein Bruder Fabrizio bilanzierte: „Wir haben die letzten Tage nur gespielt. Da ist es toll, wie wir uns heute bewegt haben. In der ersten Halbzeit war unser Abschluss nicht so konzentriert.“

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