Brinkum vor Auftritt beim OSV Bremerhaven arg gebeutelt

Der Club der kaputten Knie

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Brinkums Artur Degtjarenko (vorn) übernimmt nach dem Ausfall von Jannik Bender die Position in der Doppel-Sechs.

Brinkum - Von Cord Krüger. 177 Pflichtspiele in Bremen-Liga und -Pokal, das alles in nur sechs Serien für den Brinkumer SV: eine stattliche Bilanz für den erst 25-jährigen Jannik Bender – die belegt, dass der Mittelfeldmann kaum verletzt war.

„Stimmt“, sagt der Kapitän des Tabellendritten, so richtig schlimme Sachen waren nie dabei.“ Doch jetzt droht Bender ein längerer Ausfall – wegen seiner Innenbanddehnung samt -zerrung im rechten Knie, die er sich am Sonntag beim 2:1 gegen Grolland zugezogen hatte. Der Sechser will schnellstmöglich zurück ins Team, morgen ab 15 Uhr im Auftritt beim OSC Bremerhaven muss er aber zusehen. „Das ist bitter“, seufzt Bender, denkt dabei aber vorwiegend an andere: „Ich hoffe, dass wir überhaupt elf Mann auf den Platz bringen.“

Denn Daniel Block, der den Verletzten in der zweiten Halbzeit vertrat, zog sich ebenfalls eine Knieblessur zu – die Narbe seines jüngst operierten Kreuzbands löste sich. Also rückt Artur Degtjarenko wieder auf seine angestammte Position in der Doppel-Sechs – neben Hendrik Stannius. „Wir sind der Club der kaputten Knie“, seufzt BSV-Trainer Kristian Arambasic auch angesichts der weiteren Ausfälle von Inouss Bourai Toure (Knorpelschaden), Esin Demirkapi (Meniskus-Einriss) und Dennis Thüroff (Entzündung im Knie), der zuletzt gegen Grolland unter Medikamenteneinfluss wenigstens auf der Bank saß. Hinzu kommen ein Bänderriss von Dimitri Khoroshun sowie Zerrungen von Marcel Brendel und Jürgen Heijenga, die am Sonntag trotzdem aufliefen. Ob Arambasic derlei Risiken angesichts der für Brinkum ohnehin gelaufenen Saison eingeht, weiß er noch nicht – lieber setzt er sich selbst als Auswechselspieler auf die Bank: „Für uns geht es nur noch darum, Platz drei gegen Werder III zu verteidigen. Wir freuen uns, dass die Serie jetzt ausläuft.“

Die Rote Karte gegen Mathis Peters fällt angesichts der Verletzten weniger ins Gewicht, denn Arambasic hat in Gestalt von Niklas Frank einen gleichwertigen Schlussmann. Für seine Notbremse gegen Grollands Torjäger Bashkim Toski bekam Peters nur ein Spiel Sperre – immerhin.

Also hütet Frank das Tor gegen die Seestädter, die sich nach dem Trainerwechsel nun unter Björn Böning kontinuierlich aus dem Tabellenkeller gepunktet haben. „Es trifft also ein angeschlagener BSV auf einen wieder erstarkten OSC“, bringt es der Brinkumer Coach auf den Punkt. Mut macht ihm allerdings die Tatsache, dass „wir immer wieder eine tolle Moral zeigen“. Zuletzt zu sehen beim 2:1 über Grolland, als die Blau-Weißen in Unterzahl den Sieg nicht nur über die Zeit retteten, sondern sogar noch ein Tor erzielten.

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