„Württemberg-Cup“: Gelsdorf wünscht sich Ex-Club im Finale

„Brinkum wäre nicht schlecht“

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Sudweyhes Keeper Mirco Meyer macht sich ganz groß und rettet in dieser Szene gegen BSV-Stürmer Vafing Jabateh. 

Ristedt - Von Gerd Töbelmann. Die ersten echten Entscheidungen beim 17. Ristedter Fußball-Turnier um den „Württemberg-Cup“ sind gefallen: Nach dem gestrigen 2:0 vor 280 Zuschauern gegen den TuS Sudweyhe steht Bremen-Ligist Bremer SV als Sieger der Gruppe A fest und ist damit der erste Finalist für das Endspiel am Freitag. Durch ein 0:0 gegen den Oberligisten TB Uphusen spielt Bezirksliga-Aufsteiger TSG Seckenhausen dann zuvor überraschend um Platz drei.

TuS Sudweyhe - Bremer SV 0:2 (0:1): Beim Gang zum Pausentee hatte Sudweyhes starker Keeper Mirco Meyer ein nicht so tolles Gefühl: „Mmmm. Ich denke, dass es heute nur um Schadensbegrenzung geht.“ Da lag sein Team nur mit 0:1 gegen den bremischen Double-Gewinner hinten, es hätte aber auch 0:3 oder 0:4 stehen können.“ Das sah auch Trainer Uwe Behrens so: „In der ersten Halbzeit hatten wir das ein oder andere Mal Glück.“

Bereits in der achten Minute brachte der vom Regionalligisten VfB Oldenburg geholte Nils Laabs den BSV nach Flanke von Vafing Jabateh mit 1:0 in Führung und hatte noch Luft für einen Scherz: „Eigentlich eine Scheißflanke, aber ich hab' ihn doch reingemacht.“

In der Folgezeit entwickelte sich ein Privat-Duell zwischen Jabateh und Meyer, wobei der Sudweyher Keeper immer das bessere Ende für sich hatte, oder aber der Bremer zirkelte den Ball neben den Kasten. Sudweyhes beste und einzige Chance vor der Pause hatte Stephen Bohl, dessen Schuss aber geblockt wurde (35.).

Nach dem Wechsel trat eben das nicht ein, was Mirco Meyer befürchtet hatte: Sudweyhe ging keineswegs mit fliegenden Fahnen unter. „Kompliment an meine personell gerupfte Truppe, wie sie sich gewehrt hat“, sagte Behrens.

Bohl hätte sogar in der 37. (aus sechs Metern drüber) oder 41. Minute (Latte) für den allerdings schmeichelhaften Ausgleich sorgen können. In der 60. Minute machte Jabateh (nach Querpass Laabs) mit dem 2:0 dann alles klar. Gleich nach dem Match blickte Trainer Klaus Gelsdorf schon mal voraus: „Brinkum im Finale wäre nicht schlecht, denn das wäre in der Testphase noch mal ein richtig guter Gegner.“ Doch dafür müssen die Brinkumer, Ex-Verein von Gelsdorf, heute erst einmal das Finale der Gruppe B gegen den Bezirksligisten TV Stuhr gewinnen.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst - TB Uphusen 0:0: Von einem Zweiklassen-Unterschied konnte gestern nie die Rede sein. Die TSG-Deckung um die starken Torben Budelmann und Eike Müller stand zumeist sicher. Und Uphusen ergötzte sich im Querpass-Spiel – vermied nach vorn jegliches Risiko. Ab und an wurde es dem aus Ottersberg geholten Stürmer Mazan Moslehe (26) dann zu bunt: „Hallo. Da vorn steht das Tor.“

In der 26. Minute wäre der Favorit aber fast mit 1:0 in Führung gegangen, doch TSG-Keeper Malte Wolpmann rettete prächtig gegen Oled Scholl. Gegen Ende des ersten Abschnitts hätte Christian Schult treffen können, doch der TSG-Kapitän scheiterte zweimal innerhalb von 60 Sekunden.

Nach der Pause wäre Marvin Bialucha für Seckenhausen fast zum Matchwinner geworden, scheiterte jedoch zweimal. Egal. TSG-Coach Dirk Hofmann war hochzufrieden: „Eigentlich hätten wir den Sieg verdient gehabt. Aber auch so bin ich stolz auf die Truppe, die jetzt Freitag nicht frei hat, sondern noch um Platz drei ran muss. Aber da ist keiner böse drum.“

Für den Veranstalter ist es so sogar besser, denn Uphusens Coach Benedetto Muzzicato meinte: „Wir wären Freitag sowieso nicht angetreten, weil wir am Sonntag NFV-Pokal gegen Lüneburg spielen.“ Ob Uphusen 2017 da von den Ristedtern noch eine Einladung erhält . . . ?

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