Brendel brilliert im Pokal vom Punkt

Drei Elfertore bei Brinkums 7:0 gegen Grolland

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Drei seiner insgesamt vier Treffer markierte Brinkums Marcel Brendel (rechts) am Freitag per Foulelfmeter.

Brinkum - Von Gerd Töbelmann. Kristian Arambasic stand ausnahmsweise nicht 90 Minuten an der Linie. Der Trainer des Fußball-Bremen-Ligisten Brinkumer SV konnte es sich in Halbzeit zwei auf der Ersatzbank gemütlich machen. „Das Spiel ist doch durch. Warum soll ich da stehen?“, sagte der BSV-Trainer. Wohl wahr. Mit sage und schreibe 7:0 (6:0) fegte sein Team den Liga-Konkurrenten TSV Grolland in der zweiten Runde des Landespokals vom Platz und trifft im Achtelfinale im Oktober vermutlich auf Titelverteidiger Bremer SV.

Auf dem Platz machte Offensivmann Marcel Brendel von sich reden. Vier Tore zu schießen, ist schon nicht schlecht, aber drei davon per Foulelfmeter – das ist dann doch eine Rarität. Auch für Brendel selbst: „Sowas habe ich noch nie erlebt. Da ist es schön, dass ich unser erster Elferschütze bin.“

Arambasic konnte nach dem Abpfiff kaum fassen, dass es sieben auf einen Streich gegeben hatte. Unmittelbar vor dem Match hatte er noch auf die Bissigkeit und die Offensivstärke des Gegners hingewiesen. Nichts davon war zu sehen. Vielmehr tat sich Grolland auf und neben dem Platz vor der Pause nur mit Pöbeleien gegen den Schiri hervor. Ein Spieler meinte, Schiri Yannick Rath würde wohl für 20 Euro alles pfeifen oder übersehen. Ein Grolländer Anhänger betitelte Rath mehrfach als „Hund“.

Dass es Brinkum so leicht hatte, „lag auch an unserem schnellen 1:0“, fand Arambasic. Bereits in der siebten Minute hatte Dynar Kücük getroffen. Torjäger Saimir Dikollari erhöhte auf 2:0 (17.). Spätestens mit dem 3:0 durch Jannik Bender (haltbarer Freistoß aus 17 Metern) war das Match gelaufen. Nicht für Marcel Brendel. Der wurde jetzt erst richtig warm. 42. Minute: Elfer nach Foul an Tom Trebin verwandelt. 44. Minute: Elfer nach Foul an Dikollari verwandelt. 45. Minute: Mal aus dem Spiel heraus zum 6:0-Pausenstand getroffen. 55. Minute: Elfer nach erneutem Foul an Dikollari zum 7:0-Endstand versenkt.

Es hätten noch weitere Tore fallen müssen, doch Grollands nicht ganz durchtrainierter Keeper Ercan Vayvalako reagierte gegen Trebin, Dikollari und Dennis Krefta einige Male reaktionsschnell. Kleiner Wermutstropfen des Kantersieges am Freitag: Wegen einer Oberschenkelverletzung droht dem gerade genesenen Daniel Block eine erneute Zwangspause.

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