SG Diepholz gegen SV Heiligenfelde unterlegen 

Behrens schiebt nach 1:4-Pleite Frust

Heiligenfeldes Björn Isensee (M.) nutzte gestern seine Freiräume im Mittelfeld. In dieser Szene greift ihn der Diepholzer Henning Johanning nicht energisch genug an. Diepholz´ Innenverteidiger Arne Wiechering (l.) kann nicht mehr eingreifen. - Foto: Borchardt

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Nicht den Hauch einer Chance hatte gestern Fußball-Bezirksligist SG Diepholz im ersten Meisterschaftsspiel gegen den SV Heiligenfelde: Die Kreisstädter unterlagen dem letztjährigen Vizemeister mit 1:4 (0:2). Bei besserer Chancenverwertung der Gäste hätte die Niederlage durchaus noch höher ausfallen können.

An Torhüter Jonas Menck lag es nicht, der 24-Jährige wehrte noch einige Bälle ab. „Das ist schon frustrierend. Die Heiligenfelder waren in allen Belangen besser, hatten klar das bessere Umschaltspiel. Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht“, analysierte Diepholz´ enttäuschter Trainer Jörg Behrens. SVH-Coach Walter Brinkmann freute sich über den ersten „Dreier“: „Wir waren 90 Minuten lang die bessere Mannschaft, hatten ein klares Chancenplus.“ Er weiß allerdings auch, dass es noch einiges zu tun gibt. Der eine oder andere Ablauf sitzt noch nicht. „Auch die Chancenverwertung müssen wir noch verbessern“, unterstreicht der 54-Jährige. In guter Verfassung präsentierten sich Rechtsverteidiger Roman Obst, Allrounder Björn Isensee und Stürmer Joshua Brandhoff, der zweimal traf.

Die Heiligenfelder suchten von Beginn an ihr Heil im Spiel nach vorn. Bereits in der sechsten Minute scheiterte Torjäger Joshua Brandhoff am Diepholzer Torhüter Jonas Menck (6.), der nur 60 Sekunden später einen vom Ex-Sulinger Nils Kummer geschossenen Ball parierte. Die SVH-Kicker waren in der Folgezeit gut organisiert. Die Innenverteidiger Martin Roughley und Björn Isensee machten einen guten Job, hatten SG-Stürmer Florian Scharnitzky im Griff. Bei den Kreisstädtern fehlte der torgefährliche Angreifer Alexander Finke aufgrund von muskulären Problemen. Murat Demirli und Nils Raskopp bemühten sich zwar auf den Flügeln, setzten sich aber nicht entscheidend durch. Erst in der 32. Minute stellte Daniel Lembcke SVH-Keeper Jörn Wachtendorf mit einem Flachschuss auf die Probe.

Beide Teams bekleckerten sich zwischenzeitlich nicht mit Ruhm, leisteten sich im Spielaufbau Fehlpässe. Brinkmann beorderte Isensee ins Mittelfeld. Das zahlte sich aus, denn der 25-Jährige erkämpfte sich den Ball, behauptete sich an der linken Seite und schoss aufs Tor. Außenverteidiger Thomke Dießelberg wehrte den Ball zwar ab, aber Mittelfeldakteur Tobias Marquardt erhöhte mit Flachschuss auf 2:0 (40.).

Gleich nach dem Wechsel kam Nils Kummer zu einem weiteren Ballgewinn, spielte die Kugel quer zum freien Marquardt, der die Pille kläglich neben das leere Tor setzte (47.). Nur 60 Sekunden später schoss Kummer den Ball an den Außenpfosten. „Jockel“ Behrens hatte in der Pause reagiert, brachte Finn Niklas Kuhn und beorderte Florian Scharnitzky als Innenverteidiger in die Vierer-Abwehrkette. Dafür rückte Mannschaftskapitän Marc Pallentien nach vorn. Besser wurde das Spiel der Diepholzer aber nicht. Nach einer Demirli-Ecke wehrte Jörn Wachtendorf einen Kopfball von Florian Kuhn (58.) ab.

Anschließend legten die Heiligenfelder wieder den Vorwärtsgang ein. Marek Löffler fand in Menck seinen Meister (60.). Sechs Minuten später steckte Philipp Albrecht den Ball zu Brandhoff durch, der eiskalt zum 3:0 (66.) vollstreckte. Die Partie war entschieden. Bei einem Konter foulte Jörn Wachtendorf Niko Senkler im Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelte Halil Akbas zum 1:3 (73.). Zu mehr reichte es für den letztjährigen Tabellenachten nicht. Heiligenfelde brachte das Spiel sicher über die Runden. Nach einer Linksvorlage von Philipp Albrecht setzte Isensee den Schlusspunkt zum 4:1 (87.). „Heiligenfelde war fitter und eingespielter, hatte uns einiges voraus“, hakte Behrens die Auftaktpleite ab.

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