Luftpistolen-Bundesligist bekommt es mit Schwergewichten der Szene zu tun

Bassums Hammer-Auftakt

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Noch bastelt Bassums Sportleiter Jens Voß an der Teambesetzung für das Auftaktwochenende. Denis Rother (im Bild) ist auf jeden Fall einsatzbereit.

Bassum - Der deutsche Schießsport erlebte im Sommer sein Allzeithoch, als ein Millionenpublikum vor dem Fernseher zur Prime-Time mit Christian Reitz oder Henri Junghänel mitfieberte und über Gold jubelte. Doch die Euphorie verebbte genauso schnell wie sie emporstieg. Sie sei nur vereinzelt angesprochen worden, sagt Martina Schwenker, die Luftpistolenschützin des Bundesligisten SV Bassum von 1848. Das Interesse an ihrer Sportart sei überschaubar geblieben. Also gilt es, Eigenwerbung zu betreiben. Am besten schon am Wochenende. Dann steht der erste Wettkampftag in der 1. Bundesliga Nord an.

Auf die Bassumer, die die vergangene Saison mit 10:10 Punkten als Sechster abgeschlossen haben, wartet direkt ein Kraftakt. Vor den ersten beiden Duellen gegen den deutschen Vizemeister SV Kriftel (Samstag/16.00 Uhr) und den Dritten PSV Olympia Berlin (Sonntag/10.00 Uhr) auf dem Gelände der Sportschützen Fahrdorf bleibt Bassums Rückkehrer Artur Gevorgjan jedoch entspannt. „Es ist im Sport ganz einfach: Mal gewinnt man, mal verliert man.“ Deshalb sei der Hammer-Auftakt kein Problem, meint der 50-jährige gebürtige Armenier: „Das macht überhaupt nichts.“

Auch Schwenker, die zuletzt aufgrund von Schulterproblemen kürzergetreten war und nun ihr Comeback gibt, geht die Aufgaben gelassen an. „Kriftel ist mit Sicherheit die größte Hausnummer in der ganzen Liga. Aber wir können nur gewinnen.“

Neben Gevorgjan und Schwenker sind Carina Endler (vom SV Kirchweyhe), Uwe Sonntag (aus der eigenen Zweiten) und der Däne Marcus Errebo Jensen neu dabei bei den 1848ern. Den breiten Kader vervollständigen Sebastian Wollenhaupt, Martin Mohnke, Albert Grieskamp, Sascha Sandmann, Denis Rother, Stefan Pabstmann und Peter Benne.

Trotzdem drückt gleich zu Beginn der Schuh. „Von der Manpower her sind wir leider nicht gut aufgestellt. Wir werden an beiden Tagen wohl keinen Ersatzmann haben“, sagt Schwenker, die nur am Sonntag schießen kann. Ob Gevorgjan, der Olympia-Teilnehmer von 1996, mit von der Partie sein wird, ist offen. „Es ist derzeit noch nicht klar“, sagt Gevorgjan, der aufgrund einer OP weniger trainieren konnte: „Ich muss kurzfristig schauen, wie es aussieht.“ Sicher mit dabei sind Sandmann, Rother, Wollenhaupt und Sonntag. Jens Voß, der sportliche Leiter der Bassumer, gibt zu, „dass ich derzeit noch etwas am Würfeln bin, was die Aufstellungen angeht.“ Bevor eine Entscheidung falle, werde er noch Einzelgespräche führen.

Voß weiß, dass es dieses Mal schwieriger wird, einen Start nach Maß zu erwischen wie im vergangenen Jahr, als der damalige Aufsteiger Bassum mit zwei Siegen begonnen hatte. Aber egal, wie es letztlich am Wochenende ausgeht – an der Zielsetzung wird es nichts ändern. „Wir haben uns gut verstärkt. Wir wollen wieder ins Mittelfeld.“

Auf dem Weg dahin steht für die 1848er ein Highlight an. Denn das vierte November-Wochenende (26./27.) sollten sich alle Schießsportfreunde bereits jetzt dick im Kalender einkringeln. Dann werden die Bassumer ihren 100. Wettkampf in Deutschlands höchster Liga absolvieren: Erst gegen den SB Broistedt, tags darauf gegen die Braunschweiger SG. Und auch der SV Kriftel wird in Bassum zu Gast sein – mit dem Rio-Helden Reitz.

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Der Ligamodus:

In der 1. Bundesliga Nord trifft jede Mannschaft einmal auf die anderen elf. Die ersten vier Teams fahren dann zum Bundesligafinale (3. bis 5. Februar 2017). Der Elft- und Zwölfplatzierte steigt direkt ab. Mannschaften: SV Sülfeld, SSG Teutoburger Wald, SV Schirumer Leegmoor, Freischütz Wathlingen, SB Broistedt, Sp. Sch. Fahrdorf, SV Kriftel, SV Falke Dasbach, SV Hegelsberg-Vellmar, PSV Olympia Berlin, Braunschweiger SG, SV Bassum von 1848.

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