Die Vorfreude auf den DFB-Pokal ist riesengroß

Abenteuerlust und viele „Neue“ nach Super-Saison

Freuen sich auf die neue Saison beim SC Weyhe in der Fußball-Verbandsliga der Frauen (von links): Tabea Heinemann, Anika Martinovic, Lea Volkmer, Laura Nobis, Merve Tutyemez, Joy Pätzoldt, Katarina Jankovic und Lucy Lord.

Weyhe - Von Carsten Drösemeyer. Respekt! Das „Projekt Frauenfußball“ entwickelt sich beim SC Weyhe wesentlich rasanter als gedacht: Gerade aus der Taufe gehoben, schlossen die Schützlinge des Trainerduos Rolf Schwenke/Frank Bertram ihre erste Verbandsliga-Saison auf einem hervorragenden dritten Platz ab, schnappten sich zudem noch als absolutes Highlight den Bremer Landespokal und dürfen so zum Pflichtspielauftakt am 21. August sogar erstmalig im DFB-Pokal antreten – beim sächsischen Regionalligisten 1. FFC Fortuna Dresden.

Laut Schwenke allerdings kein Traumlos: „Das ist mit Abstand die weiteste Fahrt und ein extrem schwerer Gegner. Da sind wir Außenseiter. Aber die Mädels sollen das Spiel genießen. Schließlich haben wir uns die Partie durch den Pokal-Triumph hart erarbeitet.“

„Natürlich sind die Ansprüche gestiegen“

Erfolge, mit denen selbst Schwenke im Vorfeld „niemals gerechnet hätte. Unser Ziel war eigentlich der Klassenerhalt. Die Mädels haben durch Platz drei in der Liga und den Pokalsieg alle positiv überrascht.“ Und Erwartungen geweckt, die es in der kommenden Spielzeit zu bestätigen gilt. „Natürlich sind unsere Ansprüche gestiegen. Künftig wollen wir uns in der Verbandsliga-Spitzengruppe festsetzen und langfristig auch durchaus in die Regionalliga aufsteigen“, bestätigt Schwenke.

Sicherlich ein ambitioniertes Ziel, doch auf Sicht ist dem SCW der Sprung in die dritthöchste deutsche Spielklasse schon zuzutrauen. Schließlich investieren die Weyher Verantwortlichen viel Herzblut und sorgten damit im gesamten Verein für eine regelrechte Aufbruchstimmung. „Wir wollen hier etwas bewegen. Schön, dass es zu klappen scheint“, freut sich Schwenke.

Darf er auch. Mittlerweile gehen für Weyhe sogar schon zwei Frauenteams an den Start. Die erste Mannschaft spielt weiterhin in der Verbandsliga und das Reserveteam eine Klasse tiefer in der Landesliga. Angesichts von satten 16 Neuzugängen bedurfte es allerdings auch zwingend einer zweiten Mannschaft.

Wobei laut Schwenke die Grenzen extrem durchlässig sein werden: „Wir sehen uns eher als große Familie. Selbst unangefochtene Leistungsträgerinnen wie Catharina Stelljes oder Nina Woller spielen nächste Saison gelegentlich in der Zweiten. Und umgekehrt sammeln Talente natürlich immer wieder Erfahrungen in der Verbandsliga. Es gibt also keine Trennung der beiden Mannschaften. Schließlich wollen wir mit dem Reserveteam schnell hoch in die Verbandsliga.“

Wahrscheinlich keine unüberwindbare Hürde, da sich der SC Weyhe extrem gut verstärkt hatte. Neben zehn weiteren Neuzugängen luchste Weyhe der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst Sturmhoffnung Anika Martinovic ab, von der U17 des SV Werder Bremen wechselten Mittelfeld-Motor Selina Peters sowie Angreiferin Merve Tutyemez zum SCW, vom letzjährigen Verbandsliga-Meister TV Eiche Horn stieß das Mittelfeld-Duo Marie Koper und Lea Volkmer hinzu, und dem SV Dreye wurde das Abwehr-Talent Pia Grimpo abgeworben.

Wohlgemerkt alles blutjunge Mädels, die ihr Leistungspotenzial noch nicht einmal im Ansatz ausgeschöpft haben. „Das ist unser Ansatz“, erklärt Schwenke. „Wir wollen keine satten Spielerinnen holen. Bei uns steht eine langfristige Entwicklung im Vordergrund,“ betont der Verantwortliche.

Bislang scheint Weyhes Konzept bestens aufzugehen. Selbst eine Überraschung im DFB-Pokal am kommenden Sonntag bei den Sächsinnen ist für die ambitionierten Niedersächsinnen nicht auszuschließen.

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