Sudweyhe - Von Carsten DrösemeyerAus und vorbei! Durch das gestrige 1:4 (1:2) im zweiten Relegationsspiel gegen den TSV Godshorn muss der TuS Sudweyhe die Bezirksliga bereits nach einer Spielzeit wieder verlassen. Godshorns Kicker feierten hingegen mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel die verdiente Rückkehr in den Bezirk.
„Das ist der bitterste Tag in meiner Trainerlaufbahn“, rang TuS-Coach Jürgen Maltzahn nach dem Knockout um Fassung. Ganz von ungefähr kam der Abstieg allerdings nicht. Nach dem 0:2-Auftakt gegen Loccum benötigten die Hausherren gestern schon ein mittleres Fußballwunder in Gestalt eines Sieges mit drei Toren Vorsprung, um die Klasse noch zu halten.
Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, doch Sudweyhe brannte zu Beginn ein wahres Feuerwerk ab und wurde auch früh für den fulminanten Auftakt belohnt. Bereits nach zwei Minuten wuchtete Arne Janssen einen scharf getretenen Freistoß von Matthias Kastens per Kopf zum 1:0 ins Netz. Und der TuS blieb am Drücker: Nur vier Zeigerumdrehungen später drosch Mario Rösner das Leder nur hauchzart am Gäste-Gehäuse vorbei. Auch eine Schrecksekunde, als Engin Demir völlig freistehend den Ausgleich verpasste, steckte das Kreisteam zunächst ungerührt weg. Sudweyhe rannte vor rund 300 Zuschauern weiterhin unbeirrt an. Fast mit Erfolg: In der 30. Minute hatten die TuS-Fans bereits den Torschrei auf den Lippen, doch der Kracher von Malte Pirngrube klatschte nur an die Latte. „Das war der Knackpunkt. Mit einem 2:0-Vorsprung hätten wir richtig Rückenwind gehabt“, seufzte Maltzahn.
So aber übernahm Godshorn in der Folgezeit immer mehr das Kommando. Technisch äußerst gefällig auftretend, kombinierten sich die Gäste ein ums andere Mal durch die Sudweyher Abwehr und münzten ihr spielerisches Übergewicht bis zum Halbzeitpfiff auch in Tore um. Erst staubte Jasper Fürst eiskalt zum 1:1 ab (36.), ehe Lennart Kühn nach 41 Minuten mit dem 2:1 für die endgültige Entscheidung sorgte.
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