Kreis-Diepholz - Von Matthias BorchardtREHDEN · Fast eine halbe Stunde lang spielte Fußball-Oberligist BSV Rehden am Sonnabend nach einer Roten Karte gegen Thorsten Tönnies (Notbremse/62.) in Unterzahl, erreichte am Ende aber vor 200 Zuschauern gegen den VfL Osnabrück II wie bereits in der Hinbegegnung ein 2:2 (1:1).
Rehdens Mannschaftskapitän Manuel Meyer war nicht unzufrieden: „Wir durften nicht verlieren, daher haben wir unser Minimalziel erreicht. Immerhin haben wir in Unterzahl einen Rückstand aufgeholt. Ein Sieg wäre für beide Mannschaften nicht verdient gewesen.“ Ähnlich sah’s BSV-Coach Jürgen Stoffregen: „Ich kann mit dem Unentschieden leben, obwohl wir wieder zwei Punkte liegen gelassen haben. Meine Mannschaft hat die Ärmel hochgekrempelt und gut gefightet.“
Auch Osnabrücks Trainer Joe Enochs sprach von einer gerechten Punkteteilung: „Vor allem mit der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden, denn nach der Pause sind wir viel besser ins Spiel gekommen. Beide Mannschaften haben mehrere Chancen ausgelassen.“
Die Rehdener standen gut in der Defensive, griffen mehrfach über die rechte Seite an. Nach einer weiten Flanke von Christian Schiffbänker knallte Alexander Burgardt den Ball volley neben den Pfosten (8.). Bei der nächsten Chance hatten die heimstarken Gastgeber Glück: Eine scharfe Hereingabe von Schiffbänker beförderte Osnabrücks Kapitän Stefan Heyken zum 0:1 (25.) ins eigene Tor. Der BSV blieb am Drücker, kam zu einem weiteren Hochkaräter. So jagte Burgardt das Leder nach einer Vorlage von Erdal Ölge neben den Pfosten (33.). Nur 120 Sekunden später fiel wie aus heiterem Himmel der Ausgleich: Eine Linksflanke von Gerrit Freudenberg verwertete Stürmer Ismail Budak mit dem Kopf (achtes Saisontor) zum 1:1 (35.). Danach verloren die Rehdener ihre Ordnung. So wehrte Schiffbänker nach einer Ecke von Deniz Taskesen einen Querschläger von BSV-Akteur Thorsten Tönnies vor der Linie ab (40.).
Die BSV-Kicker stürmten weiter. Nach tollem Zuspiel des eingewechselten Francis Banecki zielte Florian Greve freistehend am langen Eck vorbei (75.). Und in den Schlussminuten lag noch zweimal ein drittes Tor für die Rehdener in der Luft: Banecki, der sich gegen mehrere Osnabrücker behauptet hatte, brachte genauso den Ball nicht an Jarno Peters vorbei (83.) wie Cüneyt Özkan (89.).
„Wir waren über weite Strecken überlegen, haben ein gutes Spiel gemacht. Am Ende hat auch das Quäntchen Glück gefehlt“, sagte Rehdens Mittelfeldakteur Christian Schiffbänker.
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