Kreis-Diepholz - REHDEN · Die Konsequenzen aus den Insolvenzen von Emden und Nordhorn sind natürlich auch das Gesprächsthema unter den Oberliga-Trainern. Vor allem die jetzt anstehenden Spiele außer Wertung gegen die beiden Clubs sorgen bei den Übungsleitern für Kopfschütteln.

© ksy
A. Sammrey
Axel Sammrey (55/Trainer TSV Ottersberg): „Die Oberliga ist eigentlich eine tolle Liga, in der richtig guter Fußball gespielt wird. Wie sich aber derzeit das Gesamtbild der Liga darstellt – das ist verheerend. Der NFV muss sich die Frage gefallen lassen, wie man einem Club wie Emden, der drei Millionen Euro Schulden hat, überhaupt die Lizenz geben konnte. Durch die Insolvenzen werden uns sechs Punkte abgezogen. Das ist natürlich bitter, aber wir werden die Flinte deswegen jetzt nicht ins Korn werfen. Und was diese wertlosen Spiele betrifft: Diese Regel muss der NFV dringend abschaffen. Wir haben da aber noch Glück im Unglück, denn wir haben schon zweimal gegen Nordhorn gespielt, Emden kommt zu uns. Da haben wir keine Fahrtkosten. Wenn ich höre, dass die sogar mit halben Thekenmannschaften antreten wollen, die dann jedes Mal 15 Stück kriegen, glaube ich auch nicht, dass die das die ganze Saison durchziehen.“
Jamal Bounoua (41/Trainer Rotenburger SV): „Diese Spiele ohne Wertung sind für einen Trainer nicht schön. Es ist schwierig, die Jungs zu motivieren, das letzte Quäntchen herauszukitzeln. Wir müssen noch nach Emden, und ich denke, dass wir da auch hinfahren werden. Wir werden das durchziehen, denn für mich steht der Sportsgeist im Vordergrund. Allgemein ist die Lage in der Liga prekär. Und ich glaube nicht, dass diese Insolvenzen das Ende der finanziellen Krise in der Oberliga sind. Ich befürchte, dass da noch mehr passiert. Die Oberliga ist schwer zu finanzieren.“
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