Kreis-Diepholz - Von Cord KrügerREHDEN · Es ist wie verhext: Auch im dritten Aufeinandertreffen mit seinen Ex-Club Kickers Emden ist Artur Zimmermann morgen ab 16 Uhr zum Zuschauen verdammt – wegen derselben Verletzung. Seit April leidet der Mittelfeldmann des Fußball-Oberligisten BSV Rehden an einem Knorpelschaden, der ihn unter anderem für die Nachholpartie der vergangenen Serie (Emden gewann 2:0) und zum Rückspiel (Rehden siegte 3:1) auf Eis gelegt hatte. Im September schließlich stand der 27-Jährige wieder für die Zweite und Erste auf dem Platz – doch die Belastung kam zu früh.
„Es war ein leichter Knorpelschaden, so dass der Doc irgendwann grünes Licht gab“, berichtet Zimmermann, der 2010 von den Ostfriesen zu den Schwarz-Weißen gewechselt war. Doch die Schmerzen kehrten zurück. Also muss er sich nun nochmals aus dem Tal kämpfen. „Aber so lange dauert's nicht. Ich fange mit Radfahren an, dann folgt leichtes Krafttraining.“ Zur Rückrunde will er erneut über die Flügel flitzen.
Bis dahin bleibt ihm nur Daumendrücken – natürlich für seinen jetzigen Verein. Denn der Kontakt zu Emden ist weitgehend eingeschlafen. „Mit Gerrit Thomes und Kevin Nennhuber schreibe ich mir aber manchmal noch über Facebook.“ Auch deshalb weiß Zimmermann, dass zurzeit hinterm Deich der Baum brennt. „Emden war die Überraschungsmannschaft der letzten Saison, und jetzt stehen sie da unten drin.“ Die Gäste kommen mit acht sieglosen Spielen hintereinander zum Heim-Primus (27:1 Tore) und sehen dort zwei weitere alte Bekannte wieder: Francis Banecki, ebenfalls bis Sommer 2010 in Emder Diensten, und den in Rehden zum Kapitän gereiften Manuel Meyer, der bis 2006 an der Küste kickte. Er möchte nicht nur die makellose Heimbilanz des BSV mit ausbauen, sondern nach dem Sieg auch einen ausgeben – denn gestern wurde der Abwehrchef 29 Jahre alt. Ansonsten will Meyer keine Geschenke verteilen – nicht mal an Emdens Betreuer Anton Fricke, mit dem er einen regen Wa-
Ceglarek erneut für
Damerow im Tor
ren-Austausch pflegt: Wenn beide aufeinander treffen, „bringt Anton Fisch mit, und von mir gibt's 'ne Flasche Bullenschluck“, verrät der Innenverteidiger. Morgen hat er kein Präsent parat, „schließlich hab' ich ja Geburtstag!“
Vor der Fete fordert der BSV-Kapitän von sich und seinen Kollegen allerdings volle Konzentration – um eine Schlappe wie am Sonntag beim SV Holthausen-Biene zu vermeiden: „Es darf nicht wieder passieren, dass wir nach drei Minuten ein Tor kassieren.“
Natürlich hofft Stoffregen, „dass die Jungs ihrem Käpt'n eine ordentliche Party bereiten. Man kann sich zwar vieles schön trinken, aber für die Stimmung am Anfang wäre ein Sieg gut…“
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