Kreis-Diepholz - REHDEN · Votava, Ordenewitz, Hermann – der Stadion-sprecher des BSV Rehden darf sich schon mal auf prominente Namen freuen. Denn der morgige Gegner VSK Osterholz-Scharmbeck (Anstoß 14 Uhr) wartet nicht nur mit einem Weltmeister an der Seitenlinie auf, sondern auch mit gleich drei Söhnen ehemaliger Werder-Profis. Den sportlichen Erfolg hat das allerdings bislang noch nicht gebracht, der VSK kommt als Tabellenletzter der Fußball-Oberliga zum Aufstiegsanwärter.

© Foto: Krüger
Für Mehmet Koc hat die Winterpause schon begonnen: Der BSV-Stürmer wurde für sechs Spiele gesperrt, allerdings kann sein Club noch Einspruch einlegen. ·
Trotzdem warnt BSV-Coach Jürgen Stoffregen: „Wir sollten keinen Gegner unterschätzen. Die Jungs sind fast alle durch die Werder-Schule gegangen, sind also gut ausgebildet. Einige haben schon Dritte Liga oder Regionalliga gespielt. Die Mannschaft ist viel besser, als es die Tabelle aussagt.“ Dafür sprechen auch die Ergebnisse. Aus den beiden letzten Spielen holte Osterholz vier Punkte. Den Siegtreffer gegen Rotenburg erzielte Marco Ordenewitz. Auch am 1:1 gegen Ottersberg war ein Profisohn entscheidend beteiligt, Patrick Hermann bereitete den Osterholzer Treffer vor. Und dessen Vater Günter, Weltmeister von 1990 und seit elf Jahren Coach beim VSK, bot in Dennis Votava einen weiteren Spross eines einstigen Werder-Kollegen auf. Ganz schön prominent dieser Club.
„Angst müssen wir aber nicht haben“, meint Stoffregen und vertraut den eigenen Stärken: „Wenn wir die Leistung aus dem Spiel gegen den VfB Oldenburg bringen, dann sollte ein Heimdreier möglich sein.“ Dass es gegen Oldenburg damals nur zu einem Zähler langte, wurmt den BSV-Coach noch heute. Der Ärger über den Ausgleich in der Nachspielzeit ist sogar noch größer geworden. Denn Mehmet Koc wurde für seine Rote Karte, die er sich als Auswechselspieler nach dem Oldenburger Jubel vor der Rehdener Bank eingehandelt hatte, für sechs (!) Spiele gesperrt. „Da sind wir vom Hocker gefallen, das ist völlig überzogen“, schimpft Stoffregen. Der 54-Jährige fand sich ebenfalls im Sonderbericht des Unparteiischen Stefan Haupt (Wennigsen) wieder – als Auslöser der Rudelbildung und als zu harscher Kritiker des Schiris. Dafür, und weil sich Haupt vom BSV nach Spielschluss zu wenig geschützt fühlte vor den verbalen Entgleisungen der Zuschauer, gab‘s noch eine Geldstrafe in Höhe von 200 Euro.
Für Koc kommt das wohl zu spät. Er wird morgen gegen Osterholz-Scharmbeck genauso fehlen wie die verletzten Benjamin Belka, Lars Schiersand, Artur Zimmermann und Sergej Dikhtiar. · kni
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