Kreis-Diepholz - BREMEN (aw) · Dominik Overmeyer trumpft auf und macht sich einen Namen: Bei den Tennisverbandsmeisterschaften holte sich der Bassumer am Wochenende den Cup in der U16-Konkurrenz.
Das Besondere: Für den 15-Jährigen war es gerade einmal das achte Turnier in seiner jungen Karriere. „Ich spiele immer nur Verbandsmeisterschaften und Bezirksmeisterschaften – mehr nicht. Mit diesem Erfolg habe ich daher überhaupt nicht gerechnet“, erklärte ein überglücklicher Overmeyer, der mit diesem Sieg auch Vereinsgeschichte schreibt. Noch nie hat ein Bassumer einen Jugendverbandstitel geholt.
Zum ersten Mal machte er auf sich aufmerksam, als er im Viertelfinale die Nummer zwei der Setzliste, Sebastian Nanninga (Bremerhavener TV v. 1905), mit 6:4, 7:5 nach Hause schickte. Eine Nervosität hat man ihm in keinem Spiel angemerkt. Er wirkte auf dem Platz völlig gelassen. „Ich habe einfach das gespielt, was ich kann. Ich habe völlig befreit aufgespielt, weil ich ja nichts zu verlieren hatte. Ich war ungesetzt“, meinte Overmeyer.
▪ ausgelassen
Im Endspiel gegen den topgesetzten Dominik Spatny (Club zur Vahr) lief von Beginn an wieder alles nach Plan. Souverän und lässig entschied er den ersten Satz mit 6:2 für sich. Im zweiten Satz lief er lange einem Break hinterher und hatte beim Stand von 6:5 zwei Matchbälle. Beide konnte er nicht sofort nutzen. „Dass ich dann einen Doppelfehler gemacht habe, hat mich gar nicht gewundert. So was blödes passiert mir öfter“, grinste Overmeyer. Im Tiebreak konnte er den Sack dann aber zumachen.
Bei den Mädchen U16 sicherte sich Barriens Perla Ghassan die Vizemeisterschaft. Nach dem Bezirkstitel am vorherigen Wochenende, wollte sie sich auch hier beweisen. Auf dem Weg ins Finale wurde sie nicht sonderlich gefordert. Im Endspiel war sie dann immer am Drücker – für den Sieg hat es am Ende aber nicht gereicht. Schon zu Beginn hatte sie
Gegen Marie-Charlotte Lonnemann (Club zur Vahr) nicht viel zu bestellen. Die erst 12-jährige Bremerin spielte ihren Stiefel runter und Perla Ghassan machte zu viele eigene und unnötige Fehler. Nach dem 4:6 im ersten Satz, ging Ghassan schnell mit 5:2 in Führung und auf einmal flatterten ihrer Gegnerin die Nerven. Aber es sollte nicht reichen: Zwei Satzbälle wurden von Ghassan verschenkt – am Ende musste sie mit 6:7 den Platz verlassen. „Ich habe mich zu oft aufgeregt und dann die Lust und die Konzentration verloren“, haderte Ghassan dem verpassten Titel hinterher.
Gute Ergebnisse erzielten auch die anderen Akteure aus den hiesigen Vereinen. Kay Ritter (FTSV Jahn Brinkum) und Philip Meyer (Barrier TC) zogen ins Viertelfinale der U18 Konkurrenz ein, Julian Osmers und Julia Mackowiak (beide Barrier TC) sogar ins Halbfinale der U16 Altersklasse.
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