003.09.10|Kreis Diepholz|Kreis Diepholz|1
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Seckenhausen - Von Arne Helms· Ein Abwehrchef mit Goalgetter-Qualitäten und ein Stürmer, den sich der Gegner am liebsten in den eigenen Reihen gewünscht hätte: Das war gestern Abend in der dritten Runde des Fußball-Bezirkspokals die Erfolgsformel, die der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst auf heimischem Platz zu einer kleinen Sensation verhalf. Landesliga-Tabellenführer ASC Nienburg besiegte die TSG mit 2:0 (0:0).

Malte Brenger (li.) machte seinen Job auf der rechten Abwehrseite der TSG gut, hatte Nienburgs schnellen Sven Riedel (re.) im Griff. Da dazu jedoch auch mal ein Foul gehörte, drohte ihm der Platzverweis. Sein Trainer nahm ihn runter.
Zwar hatte nicht nur Seckenhausens Coach Wilco Freund „vom Spielerischen her ein Übergewicht“ auf Seiten des klassenhöheren Gegners ausgemacht, doch die entscheidenden Nadelstiche setzten die Gastgeber in Person von Sascha Otten. Kaum aus der Kabine gekommen, erzielte der Kapitän mit einem überlegten Flachschuss aus 14 Metern die 1:0-Führung (47.). Die Vorlage kam vom zweiten Mann des Tages: Marcel Dörgeloh. Der 19-jährige Stürmer, im Moment in überragender Form, spielte klasse Pässe, brachte die Nienburger Hintermannschaft mit seiner Technik ein ums andere Mal in Verlegenheit und rackerte auch noch in der Defensive. Allein ein Tor wollte ihm an diesem Abend nicht gelingen. „Zum Teil waren wir vorne einfach zu eigensinnig“, fand Freund. Das galt unter anderem auch für Dörgeloh, dem bei seinen zahlreichen Chancen (5./28./75./84.) meistens allerdings das Pech an den Füßen klebte.
Wilco Freund konnte darüber lachen. Er freute sich über „eine absolut geschlossene Mannschaftsleistung und einen verdienten Sieg“. Schließlich setzte der 2:0-Kopfballtreffer von Otten (89.) einer Partie ein Ende, die längst hätte entschieden sein müssen. Wie schon in Halbzeit eins hatten die Nienburger auch nach dem Rückstand mehr Ballbesitz, in große Gefahr geriet das Tor von TSG-Schlussmann Jens Klusmeyer aber zu keinem Zeitpunkt. Für die Gastgeber hatte allein Christian Schult drei große Möglichkeiten – eine zur Führung (38.) und zwei nach Kontern (60./67.) –, um dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Der persönliche Erfolg blieb aus, der für die Mannschaft war um so größer.
Allerdings darf auch nicht verschwiegen werden, dass die Nienburger, zum Teil aufgrund der frühen Anstoßzeit um 18.30 Uhr, mit einer Rumpfelf ohne sieben Stammspieler aufgelaufen waren. Marc Jamieson, Ex-Rehdener und von Haus aus Torwart, spielte im Mittelfeld. In der zweiten Halbzeit wechselte sich sogar noch der 41-jährige Trainer Omer Preljevic ein.
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