Diepholz - Von Cord Krüger. Mein Gott, Walter! Schon möglich, dass sich Walter Brinkmann heute mit leichten Schädelschmerzen an diesen Stimmungssong von Mike Krüger erinnert. Denn nachdem der Trainer des TuS Sulingen zusammen mit seinen Bezirksliga-Fußballern den Pokal für die Wahl zur Mannschaft des Jahres in Empfang genommen hatte, dürfte es für ihn und seine Jungs ein langer Abend geworden sein.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Schon während der Ehrungsgala in den Veranstaltungsräumen der Kreissparkasse Grafschaft Diepholz waren die Sulinger jedenfalls bester Laune. Anschließend ging's zurück in ihre Heimatstadt. „Wir werden uns in Sulingen etwas suchen, wo wir alle zusammen feiern können“, kündigte Offensivmann Niklas Klare an. Schade nur, dass Coach Brinkmann heute für 14 Uhr das nächste Training angesetzt hat…
Denn das Sulinger Team, amtierender Kreismeister und als Aufsteiger immerhin Vierter der Bezirksliga, trennten nach Auszählung der Stimmen nur rund 500 Punkte von den Triathletinnen der „SC Weyhe Deerns“, Vizemeister der Landesliga. Platz drei ging an die Latein-Formation des TSC Hansa Syke.
„Fußballer stehen in der Wählergunst ja ohnehin meist ziemlich weit oben“, kommentierte Brinkmann bescheiden den Triumph. „Da haben wir heute schon von ganz anderen Erfolgen gehört – etwa von Landesmeistern, deutschen Meisterschaften und sogar Europameistern.“
Eine andere Sportart hingegen sorgte bei der Wahl zum „Sportler des Jahres“ für eine faustdicke Überraschung: Der erst zwölfjährige Tischtennis-Youngster Tobias Hippler vom TSV Heiligenrode setzte sich hauchdünn gegen Marathon-Seriensieger und Triathlet Oliver Sebrantke (LC Hansa Stuhr) durch, den die Kreiszeitungs-Leser wiederum vor Weyhes Schwimm-Ass und Triathlon-Hoffnung Florian Krüger wählten. Der 14-Jährige gab allerdings zu: „Mit dem Schwimmen habe ich fast aufgehört. Ich konzentriere mich jetzt auf Triathlon und die deutschen Meisterschaften.“ Mit seinem Hauptargument gegen das nasse Element hielt er ebenfalls nicht hinterm Berg: „Beim Training friere ich fast andauernd.“
Da geht's an der Platte heißer her – und den Triumph der Tischtennis-Sparte vom TSV Heiligenrode garnierte Nele Puls: Die 15-Jährige landete in der Wahl zur Sportlerin des Jahres auf Platz drei. Zweite wurde wie bei den Männern jemand aus der Kategorie „Ausdauer“: Triathletin Gesine Rösner aus Schwarme.
Unfassbar unangefochten thronte jedoch eine 17-Jährige auf dem Platz an der Sonne: Mit 22 486 Punkten und damit fast doppelt so vielen Zählern honorierten die Wähler das Wahnsinns-Jahr von Anna-Lena Freese: Die Leichtathletin war 2011 zweimal deutsche B-Jugend-Meisterin geworden, hatte sich mit der Staffel EM-Gold gesichert und wurde WM-Achte.
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