Kreis-Diepholz - REHDEN · Auch gestern gab's bei Borussia Hildesheim für den BSV Rehden nichts zu holen: Die Mannschaft von Trainer Jürgen Stoffregen verlor beim Oberliga-13. mit 0:2 (0:0) und hatte noch Glück, nicht einen längeren Ausfall von Michael Wessel hinnehmen zu müssen. Denn nach seinem Foul an Aziz Araboglu drei Minuten vor Schluss hatte der Innenverteidiger Glück, nicht die Rote Karte kassiert zu haben.
„Bei einem Foul am Elfmeterpunkt, das Hildesheim eine klare Torchance nahm, hätten wir uns nicht über einen Platzverweis beklagen können“, räumte Rehdens Teammanager Heiner Bünte ein. Trotzdem besiegelte diese Szene die Niederlage, denn Björn Zimmermann verwandelte den fälligen Strafstoß zum Endstand.
Laut Bünte ging die Niederlage in Ordnung, denn „wenn wir eine Spitzenmannschaft sein wollen, müssen wir aus einer Chance ein Tor machen und dieses Ergebnis dann über die Runden bringen“. So aber vergab Francis Banecki nach anfänglichem Belauern beider Mannschaften die einzige Rehdener Gelegenheit vor dem Wechsel, als er nach feiner Einzelleistung aufs Tor sprintete, aus 15 Metern abzog – jedoch genau in die Arme von Hildesheims Keeper David Primke (29.).
Auf der anderen Seite musste BSV-Torwart Christian Ceglarek in höchster Not gegen Omar Fahmy klären, der Wessel und Alexander Burgardt stehen gelassen hatte und allein aufs Gehäuse zugesteuert war (39.).
So kam's, wie es kommen musste: Beim Angriff der Borussia fühlte sich niemand der Schwarz-Weißen für Philipp-Bruno Rockahr zuständig – und der schloss sein Solo mit einem Flachschuss zum 1:0 ab (54.).
Rehden konsterniert – und 19 Minuten später dezimiert: Özkan, der zunächst wegen einer Grätsche mit Recht die Gelbe Karte gesehen hatte, zupfte kurz darauf angeblich im Getümmel am Trikot seines Gegenspielers. Das wenige Meter weiter entfernt sitzende Personal der Hildesheimer Bank forderte Gelb-Rot gegen Özkan – und bekam Recht (71.). „Das hatte schon einen faden Beigeschmack“, fand Bünte.
Doch die Gäste rissen sich zusammen – und jubelten wenig später. Aber Baneckis Tor nach einer Hereingabe von Christian Hegerfeld pfiff der Unparteiische wegen Abseits ab (73.). Die weiteren Angriffsbemühungen bestanden vorwiegend aus langen Bällen, sorgten aber für zu wenig Gefahr. „Heute war einfach nicht mehr drin“, urteilte Bünte. · ck
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