Sulingen - Von Gerd TöbelmannVor der Saison rang Andreas Rippe mit sich, ob er noch eine weitere Saison beim Fußball-Bezirksligisten FC Sulingen dranhängen sollte. Dass er sich dafür entschied, zahlte sich gestern in Runde eins des Bezirkspokals aus, denn die Sulinger setzten sich mit 2:0 (1:0) gegen den Liga-Konkurrenten TSG Seckenhausen-Fahrenhorst durch – und, man ahnt es, Rippe erzielte beide Treffer.
„Offenbar war mein Entschluss, in der Ersten weiterzumachen, doch richtig“, schmunzelte der 31-Jährige. Und Trainer Dirk Meyer fügte hinzu: „Andreas hat in der Vorbereitung 100 Prozent der Trainingseinheiten und Testspiele mitgemacht. Ich rechne auch in Zukunft fest mit ihm.“ Und was wäre gewesen, wenn die vermeintlichen Stammkräfte im Sturm, Jens Grunert und Svend Kafemann, fit gewesen wären? „Dann hätte Andreas trotzdem gespielt“, ergänzte Meyer, der in Bezug auf das gesamte Team urteilte: „Wir haben unser robustes Spiel heute durchgebracht und würden uns in Runde zwei auf das Stadt-Derby gegen den TuS freuen.“ Der Nachbar steigt erst morgen Abend im Heimspiel gegen den TV Stuhr in den Bezirkspokal ein.
Das mit dem robusten Spiel sah TSG-Trainer Wilco Freund ganz anders: „Ich bin froh, dass wir vermutlich ohne verletzte Spieler nach Hause fahren. Unsere technisch guten Spieler sind vom Schiri nicht geschützt worden. Und außerdem hat die bessere Mannschaft verloren.“
Nach zwei Chancen auf beiden Seiten ging das Meyer-Team in der 19. Minute mit 1:0 in Führung. Nach Foul von Christian Schult am starken Alper Yildirim behielt Rippe vom Punkt die Nerven. In der 35. Minute hätte der Torschütze zum 2:0 nachlegen können, traf per Freistoß aber nur die Latte. Seckenhausens beste Chance vergab Fabian Timmermann, der quer legte anstatt aus kurzer Entfernung von halbrechts selbst draufzuhalten.
Nach der Pause nahm das Match in Wellen nochmal mehrfach Fahrt auf. Johannes Duwenhorst und Rippe (traf noch einmal den Pfosten) für den FC sowie Michele Zaccaria und Julian Michel für die TSG hätten treffen können. Das erledigte dann Rippe mit seinem entscheidenden, aber irregulären 2:0. Die Freude aufs Derby ließ bei Rippe auch alle Rivalität mit dem Nachbarn in den Hintergrund treten: „Am Dienstag bin ich jetzt TuS-Fan.“
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