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Sudweyhes Trainer tritt nach acht Jahren zurück / Weger und Pieprzyk übernehmen

Maltzahn zieht die Reißleine

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Sudweyhe - Von Cord KrügerAm Ende war's für Jürgen Maltzahn ein „unerwartet schwerer Gang“. In den vergangenen Wochen hatte der Trainer des Bezirksliga-Absteigers TuS Sudweyhe die nötige Einstellung seiner Mannschaft in der Kreisliga vermisst. Weil sich daran nichts änderte, die Niederlagen zunehmend an ihm nagten und er spürte, dass „ich im Frust ungerecht mit meinem Umfeld umgehe“, zog er am Dienstagabend die Reißleine im freien Fall und unterrichtete das Team von seinem sofortigen Rücktritt. „Es ist bitter, zumal ich nicht den Eindruck hatte, dass jemand erleichtert war“, schildert „Mulli“. „Und es waren acht schöne Jahre.“

Torsten Weger ist Teil der Interimslösung. ·

© Foto: töb

Torsten Weger ist Teil der Interimslösung. ·

Interimsweise sollen nun die einstigen Erstherren-Haudegen Torsten Weger und Markus Pieprzyk, gleichzeitig bisher Co-Trainer, das Ruder übernehmen und den TuS vom drittletzten Platz aus der Gefahrenzone lotsen. Maltzahn ist von ihrem Erfolg überzeugt: „Ich weiß, dass diese Mannschaft nicht absteigt.“

Existenzkampf in der Kreisliga – vor einem halben Jahr hätte niemand mit diesem Szenario gerechnet: Im März, nach 21 Spieltagen, schielten Sudweyhes Spieler von Bezirksliga-Platz fünf sogar in Richtung Landesliga, ihr Übungsleiter musste sie bremsen. „Ich habe immer gesagt, dass wir noch Punkte brauchen.“

Es folgte ein Rückschlag, von dem sich der TuS bis heute nicht erholte: Torwart Mirko Meyer zog sich einen Kreuzbandriss zu, die Mannschaft rutschte am letzten Spieltag auf den Relegationsplatz ab und beendete das „Nachsitzen“ als Absteiger. Auf die Kreisliga hatten einige Akteure anscheinend gar keine Lust – und schlossen sich trotz vorheriger Zusage beim TuS plötzlich höherklassigen Nachbarclubs an. „Diese Abwanderungswelle war ein Schlag ins Gesicht – für mich, aber auch den gesamten Verein“, verrät Maltzahn. Nach dem holprigen Start der neuen Serie „hatte ich den Eindruck, dass wir uns zu einem Team zusammengefunden hatten“.

Doch nach weiteren Niederlagen stellte der 52-Jährige fest, dass einigen Spielern der Biss fehlte: „Motivationsprobleme bereiten auch anderen Trainern Sorge. Aber wenn ich dann immer öfter feststellen muss, dass Leute verpennen oder im Training fehlen, passt das nicht mehr mit meiner Auffassung von Fußball zusammen“. Als fast 40-Jähriger rackerte er selbst damals noch in Sudweyhes Erster, „und damals hatten Jüngere immer ein Leuchten in den Augen, wenn sie dort spielen durften“. Heute aber hätten sich die Prioritäten verschoben. „Da bleibt mir nur zu hoffen, dass meine Nachfolger bei der Ansprache besser wachrütteln können.“

Damit fingen sie schon am Dienstag an, nachdem sich Maltzahn von der Mannschaft verabschiedet hatte: „Wir haben kurz angerissen, dass sich jeder Einzelne selbst hinterfragen muss, ob er für die Erste schon alles 'rausgekitzelt hat“, berichtete Weger. Er hegt keinen Zweifel daran, dass „die Mannschaft stark genug ist, um die Klasse zu halten“. Gleichzeitig warnt er, dass es keine Freibriefe gibt: „Wer nicht zum Training erscheint, muss nicht damit rechnen, trotzdem zu spielen.“ Zunächst soll es aber ohne Druck laufen: „Wir wollen den Spaß wieder reinbringen – und am besten geht das mit der Rückkehr zu Erfolgen.“

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