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Mit Joggen und Fitness kann Schröder nichts anfangen

Klappt‘s für Brinkums Handballer mit der Oberliga, kommt der Dauerbrenner mit

Mit Joggen und Fitness kann Schröder nichts anfangen

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Brinkum - Von Rafael KaluzaEs gibt Männer, die haben große Angst vor dem Älterwerden. Gerade der 40. Geburtstag ist da weniger ein freudiger Anlass, als vielmehr der Startpunkt einer beginnenden Midlife-Crisis. Bei Stefan Schröder ist das anders. Er ist gerade 40 geworden, noch topfit und spielt beim Tabellenführer der Verbandsliga, dem FTSV Jahn Brinkum, Handball auf höchstem Niveau.

„Solange ich mithalten kann und mein Körper das verträgt, will ich weitermachen“, sagt Brinkums Mittelmann Stefan Schröder (40). Eine Pause zum Brilleputzen gönnt er sich trotzdem. ·

© Foto: töb

„Solange ich mithalten kann und mein Körper das verträgt, will ich weitermachen“, sagt Brinkums Mittelmann Stefan Schröder (40). Eine Pause zum Brilleputzen gönnt er sich trotzdem. ·

Doch ans Aufhören denkt Schröder noch nicht: „Solange ich mithalten kann und mein Körper das verträgt, will ich weitermachen, denn ich bin Mannschaftssportler. Ich bin keiner, der abends alleine joggen oder ins Fitness-Studio geht.“ Natürlich bemerke er manchmal schon seine etwas gealterten Knochen, aber insgesamt komme er mit der Belastung noch absolut zurecht: „Bei unserem letzten Auswärtsspiel in Varel habe ich fast komplett durchgespielt. Das habe ich nach dem Spiel und abends schon gemerkt. Da sagt man dann schon: ‚Okay, vor 20 Jahren hat mir das noch nichts ausgemacht.‘“

Deshalb will der Routinier aber keine Sonderbehandlung: „Natürlich laufe ich beim Rundenlaufen nicht so schnell wie andere, aber ich mache jede Übung mit und Liegestütze muss ich auch machen, wenn ich einen Ball verwerfe“, schmunzelt der Rückraumspieler und Mittelmann der Abwehr.

Warum Schröder immer noch auf so einem konstant hohen Niveau spielen kann, weiß er selbst am besten: „Ich bin von großartigen Verletzungen verschont geblieben und gehe regelmäßig zum Training. Ein Geheimrezept gibt es dafür nicht“, erklärt der Brinkumer, der mit Abstand der älteste Spieler im Team und trotzdem – oder gerade deswegen – unverzichtbar für seinen Trainer Sven Engelmann ist. „Stefan ist durch seine Erfahrung sehr wichtig und aus unserer Abwehr nicht wegzudenken. Er zieht hinten und vorne die Fäden und ist unser Mittelmann“, schwärmt der 45-jährige Coach, der Schröder auch als seinen „verlängerten Arm“ bezeichnet: „Er ist für die anderen Spieler und für mich wichtig und kann mir während des Spiels auf der Bank auch mal Tipps geben, wenn ich etwas nicht mitkriege.“

Möglicherweise auch am Sonntag, wenn Brinkum zur TS Hoykenkamp reist (Anwurf 16 Uhr). Dort wartet das Liga-Schlusslicht auf den Spitzenreiter, und Engelmann weiß, dass auch solche Partien verloren gehen können. „Durch Hochmut und Arroganz, und wenn man denkt, seine Aufgaben eben nebenbei zu erledigen, kann so etwas passieren“, sagt Brinkums Trainer, der außer dem Langzeitverletzten Christoph Schneider alle Akteure zur Verfügung hat.

Doch es soll gar nicht soweit kommen, dass Jahn um die Punkte fürchten muss. Engelmann will versuchen, die Motivation seiner Spieler schon im Training hochzufahren. Ein Sieg ist Pflicht auf dem Weg zur Meisterschaft und zum Aufstieg in die Oberliga. Und auch dort würde es mit Stefan Schröder weitergehen: „Ich habe schon zugesagt – egal für welche Liga. Ich glaube, da kann ich noch mithalten.“ Gründe, an diesen Worten zu zweifeln, gibt es nicht.

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