Sulingen - Von Gerd TöbelmannDie Wachablösung im Sulinger Fußball muss offenbar noch warten. Vor gut 400 Zuschauern setzte sich gestern Abend der etablierte Bezirksligist FC Sulingen in Runde zwei der Bezirkspokals beim Bezirksliga-Aufsteiger TuS Sulingen mit 6:5 (0:1/1:1) nach Elfmeterschießen durch. In der dritten Runde Ende August hat der FC nun ein lösbares Heimspiel gegen den Liga-Konkurrenten SC Marklohe.
Florian Bolte, der FC-Trainer Dirk Meyer (Urlaub) an der Seitenlinie vertrat, war natürlich hocherfreut, dass er seinem Chef (wie zuvor beim 2:4 im Punktspiel gegen Seckenhausen) nicht schon wieder schlechte Nachrichten per SMS durchgeben musste. „Im Gegensatz zum Seckenhausen-Spiel haben wir heute viel aggressiver gespielt. Ich denke, dass das 1:1 nach 90 Minuten in Ordnung geht. Elfmeterschießen ist eben immer Glückssache.“
Dass die Gäste in diesem brisanten Stadt-Derby hinten sicherer standen als noch am Sonntag lag auch daran, dass Bolte in Alper Yildirim einen zweiten „Sechser“ (neben Stefan Rosenthal) vor die Abwehr beorderte.
Das allein sah Walter Brinkmann aber nicht als Grund der TuS-Niederlage an. „Nach unserem 1:0 hatten wir zu wenig Ballkontrolle. Der feine Fußball ist heute leider auf der Strecke geblieben. Aber meine junge Mannschaft hat sich vielleicht von der tollen Atmosphäre beeindrucken lassen. Ich hoffe, dass die Jungs daraus lernen. Ich wäre jedenfalls unheimlich gern in die nächste Runde gekommen“, meinte der TuS-Coach.
Nach dem Wechsel und bei hereinbrechender Dämmerung passierte vor beiden Toren nicht mehr viel. Bis auf eine Szene in der 74. Minute. TuS-Kapitän Dennis Neumann legte Yildirim – Rippe verwandelte vom Punkt zum 1:1 und kam so doch noch zu seinem Tor.
Im fälligen Elfmeterschießen gingen dem Bezirksliga-Aufsteiger dann die Nerven durch, denn Niklas Klare sowie Max und Till Linsenhoff scheiterten. Beim FC vergaben nur Rippe und Sven Denker, so dass es letztlich Felix Klare vorbehalten war, sein Team in die nächste Runde des Bezirkspokals zu schießen.
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