Kreis-Diepholz - Von Arne HelmsSINDELFINGEN/SYKE · Links und rechts die Nationalkader-Athleten im schwarz-rot-goldenen Dress, die den Druck noch erhöhen. Eine Vorbereitung, die mit Achillessehnen-Problemen alles andere als optimal war. Wechselnde Winde im Wurfkorridor. Tim Cordes, Neuzugang des TSV Asendorf, hat bei der Junioren-DM in Sindelfingen Lehrgeld bezahlt und das Speer-Finale verpasst.
Das Paradoxe an dem Malheur: Cordes kann es mehr oder weniger seinem eigenen Leistungssprung zuschreiben. Die körperlichen Fähigkeiten hatten die Anlauf- und Abwurftechnik innerhalb weniger Monate überholt. „Ich bin im Winter noch schneller geworden und habe mehr Kraft bekommen“, sagte der 17-Jährige. Cordes und Trainerin Ute Schröder reagierten, stellten den gesamten Anlauf um. In Sindelfingen konnten sie die Früchte jedoch noch nicht ernten.
„Tim hatte unheimlich viel Dampf in den Beinen. Aber er konnte den Schwung nicht halten und ist übergetreten“, erzählte Schröder und fügte ein wenig bedröppelt an: „Dabei wären die Würfe richtig weit gewesen.“ Mit der Bestweite von 58 Metern, die ihn jüngst zum Landesmeister in Meppen gemacht hatten, war Cordes nach Baden-Württemberg gereist. Im ersten Versuch brachte er gerade einmal 52,85 Meter zustande, die nächsten zwei waren ungültig – und der Wettkampf damit für den Nachwuchswerfer beendet.
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