Diepholz - Von Matthias Borchardt72 Tore, eine schwache Leistung der Schiedsrichter Guido Schulte/Jens-Uwe Clos (TSG Hatten-Sandkrug) und einen verdienten Sieger: 150 Zuschauer kamen am Sonnabend in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle beim 37:35 (19:12)-Erfolg der HSG Barnstorf/Diepholz II im Handball-Landesliga-Kellerduell über den TuS Wagenfeld voll auf ihre Kosten.
„Das war ein ständiges Auf und Ab. Ein Spiel dauert halt 60 und nicht 30 Minuten. Die Barnstorfer waren letztendlich die zwei Tore besser“, sagte Wagenfelds Trainer Peter Pickel. Seine Mannschaft bot in der ersten Hälfte eine schwache Leistung, steigerte sich nach dem Wechsel mit einem gut aufgelegten Mittelmann Sascha Stumpe (6) erheblich und brachte die Gastgeber noch in die Bredouille. Aber es reichte nicht, denn die Gäste hatten in Person von Matthias Andreßen keinen so treffsicheren Akteur in ihren Reihen wie der Nachbarschaftsrivale. Der Linkshänder erzielte satte 13 „Buden“ für den Tabellenzwölften. „Zum Schluss haben wir es uns unnötig schwer gemacht“, unterstrich der 19-Jährige. Über seine eigene Vorstellung freute sich Andreßen, sagte aber auch: „Ich bin mehrfach schön freigespielt worden. Ich sehe den kommenden Aufgaben im Abstiegskampf optimistisch entgegen.“
Barnstorfs Spielertrainer Sigitas Stropus, der sich kurz vor Schluss die Schulter ausgekugelt hatte und gleich wieder einrenken ließ, wirkte nach dem Nachbarschaftsduell sichtlich erleichtert: „Hauptsache zwei Punkte, denn es war ein typisches Derby-Spiel. Die 4:2-Deckung hat uns aus dem Konzept gebracht. Am Ende haben bei uns auch die Kräfte nachgelassen.“ Der 34-Jährige lobte Abwehrchef und Antreiber Tomas Lenkevicius (5/2) und Matthias Andreßen.
Nach wechselnden Führungen in der Anfangsphase glich Szymon Piechowiak (4) beim 7:7 (14.) letztmalig für das Schlusslicht aus. Anschließend kamen die Barnstorfer in einer guten Phase zu Ballgewinnen, nutzten ihre Chancen und zogen nach acht Treffern von Andreßen (4), Lenkevicius (2), Stropus und Tobias Schwegmann auf 15:7 (23.) davon. Erst Sascha Tinnemeier beendete mit dem Tor zum 8:15 (25.) eine elfminütige Sendepause des Wagenfelder Angriffs. Bis zur Pause verteidigte die Oberliga-Reserve ihren Sieben-Tore-Vorsprung.
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