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Werder Bremen einigt sich mit Monaco – und hat genug Geld für einen Nachfolger

Werder einigt sich mit Monaco – und hat genug Geld für einen Nachfolger

Wolfs Revier wird neu und jung besetzt

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Bremen - Ob die Liste auf Papier geschrieben ist oder in einer Word-Datei im PC steht oder nur in seinem Kopf existiert – Werder-Boss Klaus Allofs lässt so oder so keinen Blick zu auf die Kandidaten für den Job des Innenverteidigers beim Bremer Bundesligisten.

Foto: dapd

„00Allofs“ – der Werder-Boss möchte möglichst unbemerkt in Europa einen neuen Innenverteidiger für Werder finden. ·

Aus gutem Grund, wie er betont: „Es suchen noch einige andere Vereine, da lege ich doch jetzt nicht unsere Karten auf den Tisch.“ Doch Allofs gibt sich nicht nur extrem geheimnisvoll, sondern auch extrem optimistisch, dass für den gestern an den AS Monaco transferierten Andreas Wolf und den schwer verletzten Sebastian Prödl Ersatz gefunden wird: „Wir werden auf jeden Fall etwas machen.“

Aktuell hat Werder nur zwei gesunde Innenverteidiger: Sokratis und Mikael Silvestre. Letzterer hat gerade erst nach fünfmonatiger Zwangspause wegen eines Knorpelschadens zurückgemeldet. Ersatz gibt es momentan nicht, weil Naldo verletzt ist. „Gegen Leverkusen wird er ganz sicher noch nicht spielen“, gesteht Allofs mit Blick auf das Heimspiel am Samstag. Doch der Sportchef glaubt nicht an einen erneuten längeren Ausfall des Brasilianers: „Es ist nicht so schlimm, im übernächsten Spiel in Freiburg könnte Naldo schon wieder dabei sein.“

Trotzdem bleibt die Frage: Wäre es nach der Verletzung von Prödl nicht sinnvoller gewesen, Wolf zu behalten? „Nein“, sagt Allofs: „Andi Wolf fällt mit seiner Wadenverletzung auch noch zwei, drei Wochen aus, kann uns jetzt also auch nicht helfen. Außerdem ist Monaco für ihn eine außergewöhnliche Gelegenheit mit außergewöhnlichen Konditionen.“ Da mochte sich Werder nicht sperren und wollte lieber aus dem „guten Deal“, wie Allofs die ablösefreie Verpflichtung des Nürnbergers im Sommer bezeichnet, einen „sehr guten“ machen. Denn nicht nur Wolf („In dieser Phase meiner Karriere muss ich auch daran denken, dass meine Familie abgesichert ist“) hat sehr gute Zahlen in seinem Dreieinhalb-Jahres-Vertrag beim französischen Zweitligisten stehen. Der russische Geldgeber des einstigen Spitzenclubs hat auch Werder glücklich gemacht. Als Ablösesumme für den eigentlich bis 2013 an Bremen gebundenen 29-Jährigen sind 900 000 Euro im Gespräch. Allofs macht dazu zwar keine konkreten Angaben, stellt aber klar, dass Werder durch den Transfer von Wolf und die Ausleihe von Sandro Wagner an Kaiserslautern finanziell absolut handlungsfähig ist: „Wir sparen auch Gehalt und können ganz sicher etwas machen.“

Aber was? Soll ein erfahrener Spieler her? Eher nicht, wie Allofs verrät: „Wir haben in Mikael Silvestre für diese Position schon einen älteren Spieler.“ Der Neue soll deutlich jünger sein als der 34-jährige Franzose, ein Mann für die Zukunft eben. Oder wie es Allofs umschreibt: „Möglichst ein Vorgriff auf die nächste Saison.“ Also ein Alexander Sjöström Milosevic? Den 19-jährigen Schweden von AIK Stockholm soll Werder schon länger im Visier haben. Doch da wiegelt Allofs freundlich, aber bestimmt ab: „Dazu kann ich nichts sagen – und ich werde auch zu keinem anderen Namen etwas sagen.“ Denn in seiner Geheimmission „Innenverteidiger“ möchte sich „00Allofs“ so unauffällig wie möglich durch Europa bewegen. · kni/csa

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