
Berlin - · Manchmal trügt das Bauchgefühl eben doch nicht, und Marko Marin hatte wohl schon seit Tagen befürchtet, was sich am Samstag wirklich bewahrheitete: Der Dribbelkünstler musste auf der Bank Platz nehmen. Schon wieder.

Noch Fragen? Wer ins Gesicht von Marko Marin schaut, weiß, wie es in ihm aussieht.
So sehr hatte sich der 21-Jährige auf sein erstes Finale gefreut, war von den Erzählungen seiner Kollegen mit dem Pokalfieber angesteckt – und dann doch wieder zum Zuschauen verdammt. „Bei jedem Spieler kribbelt es, wenn man die Atmosphäre in Berlin erlebt. Natürlich will man dann spielen“, sagte Marin.
Mit Kritik an Schaafs Personalentscheidungen in den letzten Wochen hatte er sich schon weit genug aus dem Fenster gelehnt. Doch die Tatsache, dass Marin seinen Stammplatz bei Werder verloren hat, trübt nun auch seine Aussichten, bei der WM tatsächlich dabei zu sein. Er droht, einer von Löws vier Streichkandidaten zu werden. Marin aber betont: „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Saison. Ich bin Stammspieler und habe super Spiele gemacht. Das nehme ich zur WM mit.“ Marin kann es nur hoffen, seine Bank-Auftritte waren für den Wackelkandidaten zumindest nicht die beste Werbung.
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