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Marin und Trybull glänzen im Werder-Mittelfeld / Fritz: „Tom ist ein sehr, sehr guter Fußballer“

Die zwei größten Gewinner

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Bremen - Von Malte Rehnert - Eigentlich waren alle Bremer Gewinner – zwei aber die ganz großen. Beim 3:1 (2:0) im Nordderby in Hamburg ragten die beiden Mittelfeldspieler Marko Marin und Tom Trybull heraus.

© Fotos: Witters

So sehen Derby-Torschützen aus: Werders Mittelfeldmann Tom Trybull traf gegen den HSV und ernteten jede Menge Lob.

Der Becherwurf auf Marin

zurück

vor

Der eine (Marin) feierte ein absolut gelungenes Comeback in Werders Startelf inklusive Treffer und Vorlage, der andere (Trybull) sein erstes Bundesliga-Tor. Klar, dass nun beide im Blickpunkt stehen.

Marko Marin

Für ihn selbst kam die bärenstarke Leistung keineswegs überraschend: „Ich hatte es ja angekündigt: Ich fühle mich besser und bin froh, endlich wieder schmerzfrei und fit zu sein“, sagte der 22-Jährige. Nach überwundenen Leistenproblemen, einem halbstündigen Auftritt in Freiburg und einer Halbzeit gegen Hoffenheim war Marin reif für die Startelf. „Er musste nach seiner Verletzung erst seinen Rhythmus finden. Jetzt nähert er sich den 100 Prozent“, urteilte Sportchef Klaus Allofs und lobte: „Marko hat es toll gemacht, war ein mitentscheidender Spieler.“ Ganz früh (9.) war Marin im Nordderby die Bremer Führung gelungen – sein erstes Bundesliga-Tor seit fast einem Jahr. Zuletzt hatte er am 6. März 2011 in Freiburg (3:1) getroffen.

© Foto: WittersSo sehen Derby-Torschützen aus: Werders Mittelfeldmann Marko Marin traf gegen den HSV und ernteten jede Menge Lob.

„Es hat lange gedauert“, schmunzelte Marin, der dann per Ecke auch noch das 2:0 vorbereitete. Zudem hatte er die meisten Bremer Torschüsse (4) und Torschussvorlagen (3). Kurzum: Der 22-Jährige, der erstmals seit dem 3. Dezember 2011 wieder in der Anfangsformation auftauchte und Mehmet Ekici ersetzte, war als „Zehner“ richtig gefährlich. „Ich habe mich auf der Position sehr wohl gefühlt“, betonte Marin. Besonders zufrieden war Allofs aber auch mit Marins Leistung in der Defensive, die der Dribbler sonst gerne mal ein bisschen vernachlässigt. „Nach hinten hat er so gearbeitet, wie wir uns das vorstellen“, meinte der Bremer Sportchef, dessen Gesamturteil verheißungsvoll klang: „In dieser Form bereitet Marko jedem Gegner richtige Probleme.“ Als nächstes könnte es den 1. FC Nürnberg treffen. „So kann’s gerne weitergehen“, findet Marin, der seinen Startplatz am Samstag sicher haben dürfte. Genau wie . . .

Tom Trybull

Der Noch-18-Jährige (wird am 9. März 19) ist nach Aaron Hunt Werders zweitjüngster Bundesliga-Torschütze, er ist die Entdeckung der Rückrunde – und dabei angenehm bescheiden: „Ich habe vier Spiele gemacht, bin deshalb aber noch längst kein gestandener Bundesliga-Profi. Ich will der Mannschaft helfen, alles andere sind für mich momentan i-Tüpfelchen.“ Im Wintertrainingslager in Belek hatte sich der gebürtige Berliner, der 2011 von Hansa Rostock gekommen und in der Hinrunde lediglich in der U 23 im Einsatz war, bei den Profis aufgedrängt. „Und jetzt setzt er das fort, was er in der Vorbereitung gezeigt hat“, sagte Trainer Thomas Schaaf, der Trybull in vier von fünf Rückrunden-Partien beginnen ließ. Dass er gegen Hoffenheim zwischendurch gar nicht spielte, habe ihn ein bisschen überrascht, gestand Trybull.

Trybulls erstes Tor

zurück

vor

Ungeduldig oder unzufrieden war er deshalb jedoch nicht: „Ich vertraue dem Trainer voll und ganz. Er hat einen genauen Plan, was er mit mir vorhat.“ Dieser Plan wird ganz sicher weitere Spiele in der Anfangsformation vorsehen, zumal Trybull – besonders im Derby – Qualitäten nachwies, die Werder prima gebrauchen kann. Der 18-Jährige spielte richtig gute Pässe (wie vor dem 1:0), war selbst torgefährlich (wie beim Treffer zum 2:0) und strahlte eine enorme Ruhe am Ball aus. „Das ist eine kleine Stärke von mir“, gönnte sich Trybull ein Mini-Eigenlob, fügte dann aber gleich an: „Das ist sicher ausbaufähig. Ich brauche noch ein bisschen, um zu meinem Spiel zu finden.“ Komplimente von einem erfahrenen Teamkollegen bekommt Trybull aber schon jetzt. „Wir wissen alle, dass Tom ein sehr, sehr guter Fußballer ist“, schwärmte Kapitän Clemens Fritz: „Er hat viel Qualität – und das Tor im Derby gibt ihm noch zusätzliches Selbstvertrauen.“ n mr

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