
Bremen - Von Malte Rehnert - Eigentlich waren alle Bremer Gewinner – zwei aber die ganz großen. Beim 3:1 (2:0) im Nordderby in Hamburg ragten die beiden Mittelfeldspieler Marko Marin und Tom Trybull heraus.

© Fotos: Witters
So sehen Derby-Torschützen aus: Werders Mittelfeldmann Tom Trybull traf gegen den HSV und ernteten jede Menge Lob.
Der eine (Marin) feierte ein absolut gelungenes Comeback in Werders Startelf inklusive Treffer und Vorlage, der andere (Trybull) sein erstes Bundesliga-Tor. Klar, dass nun beide im Blickpunkt stehen.
Der Noch-18-Jährige (wird am 9. März 19) ist nach Aaron Hunt Werders zweitjüngster Bundesliga-Torschütze, er ist die Entdeckung der Rückrunde – und dabei angenehm bescheiden: „Ich habe vier Spiele gemacht, bin deshalb aber noch längst kein gestandener Bundesliga-Profi. Ich will der Mannschaft helfen, alles andere sind für mich momentan i-Tüpfelchen.“ Im Wintertrainingslager in Belek hatte sich der gebürtige Berliner, der 2011 von Hansa Rostock gekommen und in der Hinrunde lediglich in der U 23 im Einsatz war, bei den Profis aufgedrängt. „Und jetzt setzt er das fort, was er in der Vorbereitung gezeigt hat“, sagte Trainer Thomas Schaaf, der Trybull in vier von fünf Rückrunden-Partien beginnen ließ. Dass er gegen Hoffenheim zwischendurch gar nicht spielte, habe ihn ein bisschen überrascht, gestand Trybull.
Ungeduldig oder unzufrieden war er deshalb jedoch nicht: „Ich vertraue dem Trainer voll und ganz. Er hat einen genauen Plan, was er mit mir vorhat.“ Dieser Plan wird ganz sicher weitere Spiele in der Anfangsformation vorsehen, zumal Trybull – besonders im Derby – Qualitäten nachwies, die Werder prima gebrauchen kann. Der 18-Jährige spielte richtig gute Pässe (wie vor dem 1:0), war selbst torgefährlich (wie beim Treffer zum 2:0) und strahlte eine enorme Ruhe am Ball aus. „Das ist eine kleine Stärke von mir“, gönnte sich Trybull ein Mini-Eigenlob, fügte dann aber gleich an: „Das ist sicher ausbaufähig. Ich brauche noch ein bisschen, um zu meinem Spiel zu finden.“ Komplimente von einem erfahrenen Teamkollegen bekommt Trybull aber schon jetzt. „Wir wissen alle, dass Tom ein sehr, sehr guter Fußballer ist“, schwärmte Kapitän Clemens Fritz: „Er hat viel Qualität – und das Tor im Derby gibt ihm noch zusätzliches Selbstvertrauen.“ n mr
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