
Bremen - Von Cord Krüger. Ein Moment mit ganz großem Gänsehaut-Effekt: Nicht der Nieselregen trieb den 10.000 Zuschauern im Bremer Weserstadion gestern diesen Schauer über den Rücken, sondern der tosende Beifall für Werders so lange vermissten Verteidiger:

© nordphoto
Er ist wieder da! Als Naldo zur Team-Präsentation ins Weserstadion lief, brandete tosender Beifall auf. Der Brasilianer strahlte.
Es war 14.05 Uhr, als Naldo im Scheinwerferlicht durch den Disco-Nebel lief und zur Mannschafts-Präsentation am „Tag der Fans“ Posten auf dem Podest bezog. Niemand bekam mehr Applaus als der seit 15 Monaten an einem Knochenödem laborierende Brasilianer.
Naldo strahlte bis über beide Ohren. Diese Mimik und seine Bewegungen im Showtraining nähren die Hoffnung auf ein baldiges Comeback. Und auch Mehmet Ekici versprühte Vorfreude. Der zuletzt angeschlagene Neuzugang trainierte gestern wieder mit der Mannschaft und verriet: „Ich fühle mich sehr gut. Ich bin fit.“
Ein Team, das trotz der beiden Testspiel-Schlappen vom Sonnabend mit optimistischer Grundstimmung in die Saison: „Ich konnte den Start der Vorbereitungen ja nur aus der Ferne verfolgen, abschreiben sollte man uns aber auf keinen Fall. Der Trainer hat mir von vielen positiven Dingen berichtet“, fasste Mertesacker die Analysen von Thomas Schaaf zusammen. Und auch der Chefcoach selbst war gestern gut gestimmt – selbst dem Dauer-Niesel gewann er etwas Gutes ab: „Es herrscht zwar nicht der wahre Sommer, aber bei diesem Wetter ist es zum Arbeiten ein bisschen angenehmer, als wenn's zu heiß wäre.“
Und so strapazierte das gestrige Pensum seiner Profis eher deren Hand- und Unterarmmuskulaturen – denn vor dem kurzen Torschuss-Training und Kleinfeld-Spiel schrieben alle wie am Fließband stundenlang Autogramme im Ostkurven-Saal. Bis hinab auf die Tribüne reichte die Warteschlange. Nur auf die Signatur von Mikael Silvestre mussten die Fans verzichten: Der verletzte Innenverteidiger fehlte als einziger.
Sebastian Boenisch hingegen zeigte sich – im Gegensatz zu seinen spritzig in die Arena laufenden Kollegen konnte er aber nur gehen. An ein höheres Tempo war angesichts seines Knorpelschadens nicht zu denken, an Training schon gar nicht. Trotzdem gab sich Boenisch kämpferisch: „Die Ärzte sind zufrieden, und ich bin zufrieden. Jetzt hoffe ich, dass es nicht mehr allzu lange dauert.“ Seine seit September andauernde Leidenszeit würde der Abwehrspieler am liebsten komplett ausblenden: „Ich gucke nach vorn.“
Das tut auch Schaaf: „Das Wichtigste ist, dass wir schnell unsere Verletzten gesund zurückbekommen, um den Kader voll ausschöpfen zu können.“ n ck
Facebook 'Like Box' wird geladen...

Karte wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.