
Bremen - Die Informationslage ist beständig unbefriedigend. Nichts tut sich bei der Sociedade Esportiva Palmeiras – oder besser: nichts Entscheidendes.

© Foto: nph
Palmeiras hat Probleme, also setzt sich Wesley angeblich auch mit Atletico Mineiro auseinander.
Immer noch ist der Wechsel von Wesley zu dem brasilianischen Traditionsclub nicht perfekt, immer noch sucht Palmeiras nach Geldgebern für die Ablösesumme und immer noch jammern die Vereinsoberen über deren Höhe. Und in Bremen? Demonstriert Werder-Boss Klaus Allofs Geduld und Gelassenheit. „Es besteht kein Grund zur größeren Besorgnis“, sagt er und glaubt weiter fest daran, dass die erste Rate der Sechs-Millionen-Euro-Ablöse bald fließen und der Transfer somit perfekt gemacht wird.
Wirklich nicht? Zumindest nicht branchenüblich ist es, dass der aufnehmende Club nach Unterschrift der Transferverträge noch auf eine Reduzierung der Ablösesumme um 1,5 Millionen Euro drängt. Wie laut brasilianischen Medien geschehen. Demnach will Palmeiras nur noch 70 Prozent der Transferrechte erwerben und dafür 4,5 Millionen Euro statt sechs Millionen für 100 Prozent zahlen. Werder hat sich darauf nicht eingelassen. Weshalb das Warten weitergeht.
Seit zwölf Tagen weilt Wesley mittlerweile in der Heimat Brasilien. Er ist dabei angeblich nicht untätig. So soll sich der Mittelfeldspieler mit Verantwortlichen von Atletico Mineiro getroffen haben. Der Palmeiras-Konkurrent wittert offenbar ob der Schwäche des Mitbewerbers eine neue Chance. Doch Allofs bleibt auf Palmeiras fixiert: „Noch sind die vereinbarten Leistungen und Vereinbarungen zwar nicht eingehalten, aber ich gehe davon aus, dass es klappt.“ Wann? Das weiß man bei Geschäften mit Südamerikanern nie, meint Werder-Coach Thomas Schaaf: „Wer einmal dort war, weiß, wie die Uhren da ticken…“
Eine Frage bleibt noch: Wer zahlt aktuell Wesleys Gehalt? Laut Klaus Allofs nicht Werder: „Wir haben da unsere Vorkehrungen getroffen.“ · csa
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