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Unglaublich, aber wahr: Marin „zu groß und zu schwer“

Letzter im Sulky-Rennen der Werder-Profis / Wiese wieselflink zum Sieg / Bargfredes verfrühte Ehrenrunden

Unglaublich, aber wahr: Marin „zu groß und zu schwer“

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Bremen - Tim Wieses triumphale Fahrt ähnelte einem Mix aus „Winnetou“ und „Ben Hur“: Beim Jux-Rennen der Werder-Profis in den von Ponys gezogenen Sulkys ließ der Keeper, das wallende schwarze Haar waagerecht im Fahrtwind, Teamkollege Lukas Schmitz um satte 30 Meter hinter sich.

© nordphoto

Es sieht dynamisch aus, aber nach starkem Start fielen Marko Marin und Jessy deutlich ab – und landeten im Sulky-Rennen schließlich auf dem letzten Platz.

Da konnte sich Wiese kurz vor dem Ziel sogar ein weltmännisches Winken in Richtung Tribüne der Galoppbahn in der Vahr erlauben. Clemens Fritz kam als Dritter an, dahinter Markus Rosenberg, Philipp Bargfrede – und Marko Marin.

Womöglich wäre der Mittelfeld-Flitzer zu Fuß schneller gewesen – dabei hatte er sich so viel vorgenommen: „Wenn ich mitmache, will ich auch gewinnen“, unterstrich er vor dem Start schelmisch schmunzelnd. Und selbst Werder-Sportchef und Pferde-Experte Klaus Allofs zählte den 1,70 Meter großen und 66 Kilo leichten Marin zu den Favoriten. Vor dem Rennen holte sich der 21-Jährige extra noch Tipps bei Jockey Piotr Krowicki – aber der fand ihn „zu groß und zu schwer“. Diese Kritik musste Marin wohl noch nie einstecken . . . Trotzdem war er dankbar für die Hinweise des Profis: „Er hat mich gewarnt, dass die Pferde wild werden können.“ Und wie! Noch während der Startaufstellung scheute sein Pony Jessy, Marin stieg lieber mal aus dem Sulky. Durch die Reihen der 5 000 Zuschauer gingen Aufschreie – aber Marin passierte nichts.

Im Rennen lag er dann zunächst vorne, ehe Jessy schlapp machte. „Man hat mir gesagt, dass sie schnell müde wird“, lachte Marin, an dem sogar Bargfrede noch vorbeizog. Der Mittelfeldmann hatte zuvor einige ungewollte Piroutten gedreht: „Die Ehrenrunden waren wohl etwas zu früh.“

Nach etwa der Hälfte der 400 Meter zog Wiese auf und davon. Dass sein Pony hauptsächlich galoppierte statt zu traben, störte niemanden. „Mir wurde gesagt, dass es erlaubt ist“, rechtfertigte sich der Sieger.

Wie auch immer: Die Fans hatten ihren Spaß, die Starter strahlten. Marin rätselte zwar noch, wer ihn in dieses Rennen geschickt hatte („Das wüsste ich wirklich gern“), aber Allofs konterte augenzwinkernd: „Es waren alles Freiwillige. Wir hatten sogar mehr Anmeldungen als Plätze!“ · ck

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