
1012.08.09|Werder Bremen|22 Kommentare
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Bremen - Noch 19 Tage bis Transferschluss. Werder Bremen läuft die Zeit davon. Nach wie vor wird ein Stürmer gesucht, Wunschkandidat Claudio Pizarro hängt aber beim FC Chelsea fest, eine Verpflichtung wird immer unwahrscheinlicher.

Sorgenvoller Blick bei Trainer Thomas Schaaf. Er wünscht sich Verstärkungen, ist aber skeptisch: „Ich weiß nicht, was wir noch realisieren können.“
Doch auch auf anderen Positionen muss nachgebessert werden – das hat die 2:3-
Und das bestätigt einen Großteil der Fans, die in den diversen Internetforen wegen der zurückhaltenden Bremer Personalpolitik schon längst Sturm laufen. Nichts tut sich – kann das wirklich wahr sein? Wenigstens Trainer Thomas Schaaf antwortet. „Wir sind noch im Prozess, die Dinge sind nicht abgeschlossen“, sagt er. Das macht zwar niemanden tatsächlich schlauer, aber immerhin lässt der Coach durchblicken, dass er den Kader in seiner aktuellen Zusammenstellung nicht für ausreichend besetzt hält. Schaaf: „In der Personalie Pizarro haben wir uns erklärt, ihn wollen wir gerne zurückholen. Ansonsten gucken wir nach Alternativen, die uns stärken.“
Nur gucken, nicht anfassen? Wieso Werder nicht längst zugeschlagen hat – speziell im Fall Pizarro – stößt mittlerweile selbst im Mannschaftskreis auf Unverständnis. Hinter vorgehaltener Hand wird auch von den Profis das Pokerspiel um Kauf oder Ausleihe kritisiert. Denn das Team braucht einen Anführer im Angriff. Einen wie den Peruaner, der über außergewöhnliche Qualitäten verfügt, der mit der Mannschaft vertraut und deshalb im Grunde alternativlos ist. Aber vor einem 18-
Wohlgemerkt – es geht nicht um weitere Mitläufer der Marke Tosic, Husejinovic oder Harnik, nicht um einen Kandidaten, der nur Perspektive, aber kaum Erfahrung hat. Das Anforderungsprofil ist ein anderes. Schaaf: „Es geht darum, sich zusätzlich und langfristig zu verstärken.“ An welchen Mannschaftsteil er dabei denkt, verrät der Coach selbstredend nicht („Ich werde mich hüten…“), doch klar ist: Der Sturm braucht einen Chef, die Viererkette kann – innen wie außen – neue Herausforderer gebrauchen und im Mittelfeld könnte der zweite Anzug auch mal umgekrempelt werden.
Also: Es gibt noch viel zu tun in den verbleibenden 19 Tagen bis zum nahenden Transferschluss. Schaaf gibt jedoch vor, nicht unruhig zu sein. „Wir können auch am 30. noch kaufen und verkaufen.“ Und wenn sich gar nichts mehr tut? „Ja, dann ist das so, dann kann ich es auch nicht ändern“, meint der Coach mit einer Gleichgültigkeit, die hoffentlich nur gespielt ist.

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