
Bremen - Er will nicht sprechen. Die Interviewanfrage, offiziell gestellt an den Club, lässt er abweisen. Auch ein kurzes Gespräch vor oder nach dem Training lehnt Mehmet Ekici ab.

© nph
Wann legt Mehmet Ekici endlich richtig los? Bislang blitzte sein Können nur hin und wieder auf.
Ganz höflich, mit einem freundlichen Lächeln und den Worten: „Im Moment möchte ich nicht.“ Dafür sprechen andere: Ex-Profis wie Jonny Otten und Max Lorenz haben den vermeintlichen Spielmacher von Werder kritisiert (wir berichteten). Sie warten sehnsüchtig darauf, dass der Fünf-Millionen-Einkauf endlich Fahrt aufnimmt und sehen Ekici als Hauptgrund dafür an, dass Werder der Spielwitz fehlt und nur noch humorlos kickt.
„Sicher, ,Memo’ bestimmt noch nicht so unser Spiel. Er hat noch nicht den großen Einfluss, ob wir gewinnen oder verlieren“, gesteht Werder-Boss Klaus Allofs und macht zunächst den Eindruck, als hätte er im Fall Ekici die Samthandschuhe abgelegt. Doch es folgt ein: „Aber manchmal dauert es ein halbes Jahr, manchmal ein Dreivierteljahr und bei ,Memo’ dauert es offenbar noch etwas länger, bis er im neuen Club zu alter Stärke findet. Aber wir sind von ihm überzeugt.“ Allofs hat also weiter Geduld, „weil Mehmet ein vernünftiger Junge ist, der die Lage richtig einschätzen kann. Damit ist immer schon sehr viel erreicht.“ Außerdem lasse sich der türkische Nationalspieler nicht hängen. Ihm sei im Training deutlich anzumerken, dass er wieder „so gut werden will wie in Nürnberg“, versichert Allofs.
Schaaf lässt sich da nicht in die Karten schauen, Allofs will nicht spekulieren – und Ekici? Der schweigt und will lieber auf dem Platz antworten. · kni
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