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Stagnation statt Superstar / Marko Marin sieht sich als Spielmacher, liefert aber nicht die geforderten Assists und Tore

Marko Marin sieht sich als Spielmacher, liefert aber nicht die geforderten Assists und Tore

Stagnation statt Superstar

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Belek · Marco Reus ist der Anlass. Der „kicker“ widmete dem Shootingstar des deutschen Fußballs zuletzt die Titelgeschichte. „Made in Gladbach“ war sie überschrieben.

Foto: agm

Marko Marin verdreht immer ein wenig die Augen, wenn ihm seine schwache Saison vorgehalten wird. ·

Aufgelistet wurden jene Fußballer, die vor Reus von der Borussia entdeckt und gefördert wurden, sich zu Nationalspielern entwickelten und früher oder später gingen. Günter Netzer, Rainer Bonhof, Lothar Matthäus, Stefan Effenberg – sie alle wurden Superstars. Marko Marin kommt auch aus dem Stall der „Fohlen“, wurde ebenfalls teuer verkauft, zum internationalen Heroen hat es bislang aber nicht gereicht.

Als Marin die Borussia im Sommer 2009 gen Bremen verließ, war er schon Nationalspieler. Debüt mit 19 Jahren. Marin wurde eine große Zukunft vorausgesagt, Werder zahlte 8,3 Millionen Euro Ablöse – mehr als jemals zuvor für einen Spieler. Marin galt als Versprechen für die Zukunft. Doch zweieinhalb Jahre später sieht es so aus: Nach einer starken ersten Saison stagniert Marin. Längst ist er kein Nationalspieler mehr und wurde von Reus, seinem Nachfolger in Gladbach, in der Wertetabelle der Mittelfeldspieler locker überholt. Wenn im Mai die Tickets für die EM vergeben werden, wird Reus eines bekommen. Marin eher nicht.

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Sein letzter von 16 Länderspieleinsätzen liegt nunmehr schon 14 Monate zurück, dennoch hofft er noch auf die Gunst von Bundestrainer Joachim Löw: „Es liegt an mir und wie ich die Rückrunde spiele.“

Sollte die für ihn aber ähnlich verlaufen wie die erste Saisonhälfte, wäre der 1,70 Meter kleine Dribbelkönig absolut chancenlos. Kein Tor, nur drei Assists – das ist kein Bewerbungsschreiben fürs DFB-Team.

Die magere Bilanz könnte ihre Ursache in Marins Umbesetzung im Mittelfeld haben. Werder-Coach Thomas Schaaf hat ihn der Trikotnummer entsprechend oft auf der „10“ spielen lassen. Es war mehr oder weniger eine Notlösung, weil Neuzugang Mehmet Ekici als Spielmacher nicht zündete. Aber laut Marin „ist das in unserem System die richtige Position für mich“. Die Zahlen sprechen freilich dagegen. Doch das schiebt Marin nicht auf die Planstelle im System, sondern auf die hartnäckigen Hüftprobleme. Bis die erstmals auftraten „lief es eigentlich ganz gut“, sagt er und schaut optimistisch auf die kommenden Monate: „Wenn ich verletzungsfrei bleibe, komme ich auch wieder auf ein höheres Niveau.“ · csa

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