
Bremen - Das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg kommt für Mehmet Ekici zur Unzeit. Es rückt ihn, den Ex-„Clubberer“ in den Fokus – und wenn Mehmet Ekici im Moment eines nicht mag, dann ist es, im Fokus zu stehen.

© Foto: nph
Sein Ex-Club kommt, aber Mehmet Ekici wird gegen den 1. FC Nürnberg erneut nur auf der Bank sitzen.
Der türkische Nationalspieler, der vor der Saison von Nürnberg zu Werder Bremen gewechselt war, würde sich am liebsten verdrücken, unsichtbar machen für alle Fragesteller, die doch wieder nur eins von ihm wissen wollen: Warum läuft’s nicht?
Schon dermaßen häufig musste der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler während seiner bisher sieben Monate in Bremen über dieses Thema referieren, dass er überhaupt keine Lust mehr dazu hat. „Es geht doch immer nur um dasselbe. Von daher ist es besser, nichts zu sagen“, teilte er gestern nach dem Training freundlich mit und würgte weitere Versuche, das Gespräch doch noch in Gang zu bringen, erst mit einem „Tut mir leid“ und dann mit dem Zuklappen der Autotür ab.
Nichts zu machen. Ekici verbarrikadiert seine Gefühle und seinen Frust mit Schweigen. Frust darüber, dass aus dem geplanten Neuanfang in der Rückrunde doch nur eine Fortsetzung der schwachen Hinrunde geworden ist. Frust darüber, dass er seinen Platz im zentralen offensiven Mittelfeld vorerst an Marko Marin verloren hat. Gegen den HSV saß Ekici auf der Bank, während Marin groß auftrumpfte. Weshalb für die Partie gegen den 1. FC Nürnberg – gegen den Ekici im Hinspiel sein bislang einziges Tor für Werder erzielt hatte – ziemlich klar ist, dass es bei der Rollenverteilung aus dem Derby bleibt.
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