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Werder Bremens Mehmet Ekici hat keine Lust, immer dasselbe zu erzählen / Das Schweigen des Sorgenkinds

Ekici: Keine Lust, immer dasselbe zu erzählen

Das Schweigen des Sorgenkinds

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Bremen - Das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg kommt für Mehmet Ekici zur Unzeit. Es rückt ihn, den Ex-„Clubberer“ in den Fokus – und wenn Mehmet Ekici im Moment eines nicht mag, dann ist es, im Fokus zu stehen.

© Foto: nph

Sein Ex-Club kommt, aber Mehmet Ekici wird gegen den 1. FC Nürnberg erneut nur auf der Bank sitzen.

Der türkische Nationalspieler, der vor der Saison von Nürnberg zu Werder Bremen gewechselt war, würde sich am liebsten verdrücken, unsichtbar machen für alle Fragesteller, die doch wieder nur eins von ihm wissen wollen: Warum läuft’s nicht?

Schon dermaßen häufig musste der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler während seiner bisher sieben Monate in Bremen über dieses Thema referieren, dass er überhaupt keine Lust mehr dazu hat. „Es geht doch immer nur um dasselbe. Von daher ist es besser, nichts zu sagen“, teilte er gestern nach dem Training freundlich mit und würgte weitere Versuche, das Gespräch doch noch in Gang zu bringen, erst mit einem „Tut mir leid“ und dann mit dem Zuklappen der Autotür ab.

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Nichts zu machen. Ekici verbarrikadiert seine Gefühle und seinen Frust mit Schweigen. Frust darüber, dass aus dem geplanten Neuanfang in der Rückrunde doch nur eine Fortsetzung der schwachen Hinrunde geworden ist. Frust darüber, dass er seinen Platz im zentralen offensiven Mittelfeld vorerst an Marko Marin verloren hat. Gegen den HSV saß Ekici auf der Bank, während Marin groß auftrumpfte. Weshalb für die Partie gegen den 1. FC Nürnberg – gegen den Ekici im Hinspiel sein bislang einziges Tor für Werder erzielt hatte – ziemlich klar ist, dass es bei der Rollenverteilung aus dem Derby bleibt.

Was aber läuft immer noch falsch bei Fünf-Millionen-Einkauf Ekici? Trainer Thomas Schaaf bemüht bei seiner Erklärung schon aus der Hinrunde bekannte Sätze. Ekici habe „die Umstellung noch nicht so hingekriegt“. Ihm fehlt „der Rhythmus“ und die „Klarheit in seinen Aktionen“. Kurz: Fortschritte nicht erkennbar. Aber die Hoffnung bleibt, dass „Memo“ irgendwann doch noch durchstartet. Schaaf: „Ich glaube nicht, dass er nachlässig mit der Situation umgeht. Er lässt sich auch nicht so weit runterziehen, dass er plötzlich keinen Ball mehr stoppen kann. Er ist eben noch ein junger Bursche und braucht Zeit.“ Wieviel? Bis es endlich bei ihm läuft, meint Schaaf und verteidigt sein Sorgenkind: „Alle denken immer, ein neuer Spieler muss sofort funktionieren. Aber das ist nicht die Norm.“ Und Ekici der Beweis dafür. · csa

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