
Bremen - Von Arne Flügge · Fast sieben Wochen ist es her, dass Bundestrainer Joachim Löw Werder Bremens Mittelfeldstar Torsten Frings ausgebootet und aus dem Kader der Nationalelf verbannt hat. Bislang hatte sich Frings mit Kritik zurückgehalten – gestern nun gab’s doch die ersten Seitenhiebe in Richtung Löw.

© nordphoto
Freunde werden Jogi Löw und Torsten Frings wohl nicht mehr.
„Bei meiner Person geht es nicht um die Leistung, es geht nur darum, dass ich dort einfach nicht mehr gewollt bin“, klagte Frings, der mit dem Thema Nationalmannschaft wohl endgültig abgeschlossen hat: „Ich passe nicht mehr ins Raster von Jogi Löw. Mein Charakter ist dort offenbar nicht mehr gefragt. Löw sucht andere Spielertypen.“
Am 20. Januar hatte Bundestrainer Joachim Löw dem Mittelfeld-Strategen in einem zehnminütigen Gespräch im Bremer Parkhotel seine WM-Ausbootung mitgeteilt und damit gleichzeitig die Länderspiel-Karriere des 79-fachen Nationalspielers beendet. Löw will auf jüngere Spieler setzen, wie er damals sagte. Der 33-jährige Frings ist somit zu alt für die WM und zu alt für die Zukunft.
Der unwürdige Abschied zwischen Tür und Angel im Parkhotel scheint den Stolz des Bremer Profis doch mehr verletzt zu haben als allgemein angenommen. Bislang hatte sich Frings zumindest öffentlich relativ gelassen und wenig überrascht gezeigt.
Die Rückendeckung von Werder-Sportdirektor Klaus Allofs nach dem Bremer 2:2 gegen Stuttgart („Es wäre fahrlässig, einen so erfahrenen Mann wie Torsten nicht mitzunehmen“) hat Frings gutgetan, wie er meint. „Es ist schön, wenn Klaus so etwas sagt“, erklärte der 33-Jährige gestern, um dann aber anzufügen: „Für mich ist das Thema abgehakt. Und deswegen mache ich mir darüber auch gar keine Gedanken mehr.“
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