
Toronto/Bremen · Am Morgen danach war Torsten Frings einfach nur müde. Seine neue Heimat Kanada hatte ihn geschafft. „Toronto ist eine Hammerstadt“, schwärmte der ehemalige Kapitän von Werder Bremen, der am Mittwoch bei seinem neuen Club FC Toronto vorgestellt worden war.

Wie bei Werder: Torsten Frings trägt auch in Toronto die Nummer 22, Danny Koevermans bekommt die 14.
„Ich muss mich jetzt erst einmal ein bisschen erholen und mich an alles hier gewöhnen, dann kann ich mehr erzählen“, entschuldigte sich der 34-Jährige für seine Zurückhaltung.
Wenige Stunden zuvor war er noch wesentlich auskunftsfreudiger gewesen, wenngleich es auch da ein kleines Problem gab. „Ich muss mich entschuldigen, dass ich nicht so gut Englisch spreche, aber ich arbeite daran“, sagte Frings auf Deutsch bei der Pressekonferenz seines neuen Clubs. Die Gastgeber nahmen es ihm aber nicht übel, sie sind einfach nur froh, so einen Star in ihren Reihen zu haben. „Er ist ein großartiger Spieler, und ich bin sehr glücklich, dass er hier ist“, sagte Coach Aron Winter. Der ehemalige niederländische Nationalspieler durfte auch seinen Landsmann Danny Koevermans als Neuzugang begrüßen. Die Verstärkungen hat der Club bitter nötig, denn nach nur drei Siegen aus 19 Spielen ist die Playoff-Teilnahme in der nordamerikanischen Major League Soccer (MLS) stark gefährdet. Frings darf allerdings erst am 20. Juli gegen den FC Dallas eingreifen, weil das Transferfenster erst am 15. Juli öffnet.
Aus Bremen bekam Frings bereits jede Menge Glückwünsche. „Ich freue mich für ihn, dass er so etwas noch ausprobiert – eine ganz neue Aufgabe. Für ihn ist das genau das Richtige“, sagte Werder-Profi Per Mertesacker, und Teamkollege Sebastian Prödl meinte: „Ich kenne Toronto sehr gut. Dass Torsten seine Karriere dort ausklingen lässt, ist eine coole Entscheidung. Er wird da noch Spaß am Fußball haben.“ Trainer Thomas Schaaf war wie immer bestens über Land und Leute informiert: „Eine schöne Stadt, ein schönes Stadion und ein guter Verein, dort herrscht große Begeisterung. Die Hütte ist fast immer voll.“ Das ist wohl auch der große Unterschied zu vielen US-Clubs in der MLS.
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