
128.01.12|Werder Bremen|Werder Bremen|1
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Werder-Bremen - WIEN/BREMEN · Ein Österreicher auf der „10“ – damit hat Werder Bremen beste Erfahrungen gemacht. Mit Spielmacher Andreas Herzog (43) wurden die Bremer 1993 Meister, gewannen 1994 und 1999 den DFB-Pokal.
Das „Herzerl“ wurde in 236 Bundesliga-Spielen (58 Tore) zu einer grün-weißen Legende. Nun wechselt in Zlatko Junuzovic der nächste offensive Mittelfeldspieler aus Österreich an die Weser. Die Kreiszeitung erwischte Herzog, aktuell Co-Trainer der US-Nationalmannschaft unter Chefcoach Jürgen Klinsmann, kurz nach der Rückkehr aus Panama am Telefon und fragte nach:
Hat sich Werder in Zlatko Junuzovic einen neuen Herzog geangelt?
Andreas Herzog (lacht):Ich würde es Werder wünschen. Und Zlatko natürlich auch.
Die Ahnengalerie der Bremer Spielmacher ist lang – angefangen mit Ihnen…
Herzog:…dann Johan Micoud, Diego und Mesut Özil – Werder hat immer große 10er gehabt. In den letzten zwei Jahren war das aber nicht mehr so.
Kann Junuzovic das ändern?
Herzog:Der Wechsel in die Bundesliga ist sicherlich ein großer Schritt, aber es wurde für ihn mit 24 Jahren auch höchste Zeit, dass er ihn wagt. Ich glaube, dass er reif ist für das Ausland. Jetzt wird man sehen, was er daraus macht.
Wo sehen Sie seine Stärken?
Herzog:Aus meiner Sicht ist er nicht der klassische 10er. Zlatko ist technisch gut, offensiv stark, bereitet gut vor, läuft viel – was ihn aber unterscheidet, ist, dass er auch gut nach hinten arbeitet.
Demnach ist er kein klassischer, sondern ein moderner 10er…
Herzog:Wenn man so will, ja.
Hat sich Junuzovic einen Rat bei Ihnen eingeholt?
Herzog:Nein. Ich war gerade dreieinhalb Wochen mit dem US-Nationalteam unterwegs. Wir hatten keinen Kontakt.
Zwei Österreicher hat Werder schon im Kader. Sebastian Prödl, den Schwiegermuttertyp, und Marko Arnautovic, den Schwiegermutterschreck – in welche Kategorie passt Junuzovic?
Herzog (lacht): Ganz klar: Schwiegermuttertyp. · csa
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