
Bremen - Zugeständnisse an den Gastgeber? Nein, die waren nicht zu erwarten. Und Joachim Löw hat auch keine gemacht.

© Foto: imago
Keine Frage: Tim Wiese freut sich auf sein „Heimspiel“ als Nationaltorwart. Gegen Frankreich hat er gute Chancen auf einen 90-Minuten-Einsatz.
Im gestern bekanntgegebenen Kader für das Länderspiel gegen Frankreich am Mittwoch im Bremer Weserstadion steht in Tim Wiese nur ein aktueller Werder-Profi – aber der wird dafür sorgen, dass das Testspiel nicht nur eine Bremer Verpackung, sondern auch Bremer Inhalt bekommt. Denn der Torwart geht fest davon aus, dass er bei seinem Heimauftritt den Vorzug vor DFB-Stammkeeper Manuel Neuer erhält.
Beim Länderspiel in der Ukraine im vergangenen November habe er mit Bundestorwarttrainer Andreas Köpke bereits verabredet, dass er bei seinem Heimspiel zum sechsten DFB-Einsatz kommen wird. Und Köpke scheint Wort zu halten. „Das Spiel ist in Bremen. Also ist die Chance schon gegeben, dass Tim vielleicht spielt“, sagte der ehemalige Nationalkeeper unlängst im ZDF-Sportstudio.
Doch das soll ihn am Mittwoch nicht beschäftigen. Genießen ist dann angesagt. Das Weserstadion ist das erste Mal seit dem 7. September 2005 (damals 4:2 gegen Südafrika) wieder Schauplatz eines Länderspiels. Und es ist davon auszugehen, dass es für den 30-Jährigen die letzte Chance ist, in „seiner“ Arena mit dem Adler auf der Brust aufzulaufen. Werder-Coach Thomas Schaaf drückt ihm jedenfalls die Daumen, dass er über die volle Distanz ran darf: „Schaden kann ihm das nicht.“ · csa
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