
425.08.09|Werder Bremen|Werder Bremen|1
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Werder-Bremen - BREMEN (csa) Die Spieler beklatschen die Rückkehr zur Raute, doch der Trainer grummelt nur. „Das war keine Raute, jeder, der das glaubt, liegt falsch“, sagte Trainer Thomas Schaaf nach dem 3:0-Erfolg über Borussia Mönchengladbach.
Das Spiel war Werder nicht mit der in der Vorbereitung und den ersten Saisonspielen erprobten (aber wenig erfolgreichen) „Doppel-6“ angegangen, sondern mit der alten Mittelfeld-Ordnung. Soll heißen: Torsten Frings als einziger defensiver Mann, Mesut Özil auf der Spielmacherposition sowie Tim Borowski und Marko Marin außen.
Das sah manchmal nach einer 4-1-3-2-Formation aus mit den drei offensiven Akteuren auf einer Linie, meistens aber nach der klassischen Werder-Raute. Doch Schaaf widerspricht. „Das System war nicht völlig anders als in den Spielen zuvor. Wir haben es nur wesentlich besser umgesetzt.“
Tatsächlich hatten die Bremer gegen die harmlose Borussia die totale Kontrolle. „Ein geschmeidiges Spiel“, urteilte Borowski: „Wir waren gut in den Zweikämpfen drin, haben mehr harmoniert und einige hervorragende Spielzüge waren auch dabei.“ Frings war ebenfalls begeistert: „Von der Ordnung her ist es so einfacher. Bei zwei Sechsern hast du immer die Gefahr, dass beide auf einmal vorne sind. Mit der Raute hast du immer einen hinten.“ Nämlich ihn. „Torsten hat das sehr gut gemacht“, lobte Innenverteidiger Naldo den Kapitän – und damit indirekt auch das System. Anders als gegen Frankfurt, Aktobe (jeweils 3) und Bayern (1) blieb Werder ohne Gegentor.
Ist das schon Grund genug, nun an der neuen, alten Linie festzuhalten. „Kein Kommentar“, sagt Frings, „ich bin nur Angestellter.“ Und Thomas Schaaf sowie Klaus Allofs sind seine Chefs. Sie entscheiden. Doch beiden sind Diskussionen ums System von jeher zuwider. „Das wird überbewertet“, meint Clubchef Allofs. Und Coach Schaaf winkt ab: „Nicht das System ist entscheidend, sondern das Handeln. Diesmal haben wir vieles besser gemacht und insgesamt die gestellten Aufgaben besser gelöst.“
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