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Allofs macht ’was mit links: Nicht nur Ziegler im Visier

Allofs macht ’was mit links: Nicht nur Ziegler im Visier

307.06.10|Werder Bremen|Werder Bremen|15
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Artikel: Allofs macht ’was mit links: Nicht nur Ziegler im Visier

Bremen (kni) · Als Sebastian Boenisch im vergangenen Winter verletzungsbedingt mehrere Wochen ausfiel, da stellte Sportchef Klaus Allofs klar: Werder Bremen holt zwar einen Ersatz, doch Boenisch gehört weiter die Zukunft auf der Position des Linksverteidigers.

Reto Ziegler steht unter Bremer Beobachtung.

Deshalb wurde nur Aymen Abdennour verpflichtet – und das auch nur leihweise. Nun liebäugelt Werder offenbar doch mit einer großen Lösung auf der schon traditionellen Bremer Schwachstelle. Der Schweizer Reto Ziegler von Sampdoria Genua gilt als heißer Kandidat. Der 24-jährige Nationalspieler soll laut der italienischen Sportzeitung „Gazzetta dello Sport“ sechs Millionen Euro Ablösesumme kosten, ist also alles andere als ein Schnäppchen. Angeblich soll auch Juventus Turin interessiert sein.

„Wir haben den Spieler beobachtet, doch eine Verpflichtung ist momentan nicht geplant“, sagte Allofs dem „kicker“. Es muss ja auch nicht alles so schnell gehen wie bei Marko Arnautovic, den Werder am Freitag als Neuzugang vorgestellt hatte. Immerhin bestätigte Allofs gegenüber dieser Zeitung, „dass wir auch bei den Linksverteidigern schauen, was der Markt hergibt. Wir denken zwar, dass wir dort mit Boenisch sehr gut aufgestellt sind, aber manchmal gibt’s die Gelegenheit, noch optimaler gerüstet zu sein.“

Neben Boenisch werden im aktuellen Werder-Kader Petri Pasanen und Nachwuchsmann Timo Perthel als Linksverteidiger geführt. Vorerst kein Thema mehr ist Abdennour. „Das hat sich erledigt, weil die Kaufoption ausgelaufen ist und er nun wieder seinem Club gehört“, sagte Allofs, merkte aber zugleich an: „Wir haben intern festgelegt, dass er unter gewissen Umständen zurückkommen könnte.“ Will heißen: Abdennour ist der absolute Notnagel, den sein Club Etoile Sportive du Sahel dann möglichst auch noch ablösefrei ziehen lassen müsste.

Werder will dagegen bei seinen Abgängen Kasse machen. Allofs spricht von „zwei, drei Kandidaten, die bei einem guten Angebot, gehen könnten“. Markus Rosenberg ist einer davon. Andere Namen wollte Allofs nicht nennen. Aber da Werder zuletzt mehrfach Interesse an Mittelfeldspielern (zum Beispiel am Brasilianer Wesley vom FC Santos) nachgesagt wurde, könnte es für Daniel Jensen und Peter Niemeyer eng werden.

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