Von Witsel bis Sissoko

Die kuriosesten Transfer-Storys des Sommers

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Yann M'Vila, Axel Witsel und Moussa Sissoko. Drei Profis, die für drei kuriose Transfer-Geschichten sorgten.

München - Eine heiße Wechsel-Periode endete am Mittwochabend um 24 Uhr. Auch dieses Jahr bescherte uns das Transfer-Gebaren der Top-Klubs einige Kuriositäten.

Jedes Jahr auf's Neue. Der letzte Tag der Transferperiode, in England "Deadline-Day" genannt, beschert den Fans von König Fußball stets neue Kuriositäten rund um die Wechsel-Absichten der Profi-Fußballer. Ob Namensverwechslungen, kaputte Faxgeräte oder nicht beachtete Zeitverschiebung - in der Fußballwelt ist alles möglich.  

Ein Beispiel: Der gescheiterte De-Gea-Wechsel zu Real im Jahr 2015. Die beiden Vereine Manchester United und Real Madrid waren sich nach wochenlangen Verhandlungen endlich einig gewesen, doch dann gingen die Vertragsunterlagen nicht rechtzeitig bei der spanischen Profi-Liga (LFP) ein - der Wechsel platzte

Die kuriosesten Geschichten aus dem Transfer-Sommer 2016 haben wir hier nun zusammengestellt.

Axel Witsel: 13 Stunden Wartezeit

Der belgische Nationalspieler Axel Witsel gehört zu den Verlierern der Transferperiode. Eigentlich wollte Juventus Turin den Profi von Zenit St. Petersburg verpflichten - doch dazu kam es nicht. Witsel hatte Medienberichten zufolge bereits den Medizin-Check erfolgreich bestanden und wartete nur noch auf die Bestätigung des Transfers - geschlagene 13 Stunden lang. Doch diese kam nicht. Wie italienische Medien berichten, hatte Zenit die erforderlichen Dokumente nicht rechtzeitig abgesendet. 

Daniel Osvaldo: Karriere als Musiker

Anders als bei Axel Witsel scheiterte der Transfer von Daniel Osvaldo nicht an seinem Verein. Der 30-Jährige war im Mai bei den Boca Juniors suspendiert worden und stand kurz davor, von Chievo Verona verpflichtet zu werden. Doch nach italienischen Medienberichten sagte der Stürmer kurzzeitig ab: Er wolle sich lieber auf seine Karriere als Musiker konzentrieren.

Nikola Maksimovic: Keine Zeit für den Medizin-Check

Der Serbe Nikola Maksimovic war auf dem Weg zum SSC Neapel, der ihn für 25 Millionen Euro vom FC Turin verpflichtet hatte. Dabei war der 24-Jährige über Frankfurt geflogen - doch dort kam es aufgrund einer Sicherheits-Panne zu einer Evakuierung des Flughafens. Zahlreich Flüge verzögerten sich, sodass Maksimovic gerade noch rechtzeitig in Neapel ankam, um die Arbeitspapiere bei seinem neuen Klub zu unterzeichnen. Doch für einen Medizin-Check reichte es dann doch nicht mehr. Ob sich das in Zukunft noch rächen wird?

Moussa Sissoko ging nicht mehr ans Telefon

Laut dem Fernsehsender Sky Sports war sich Moussa Sissoko, der bei der EM in Frankreich ein ums andere Mal groß aufgespielt hatte, bereits mit dem FC Everton über einen Transfer einig. Die "Toffees" hätten sogar einen Flieger organisiert, um den Franzosen zum Medizincheck abzuholen. Doch dann schaltete sich die Tottenham Hotspur in den Deal ein und schnappte sich den zentralen Mittelfeldspieler in letzter Sekunde. Sissoko soll sein Handy ausgemacht haben und die Anrufe von Everton-Manager Ronald Koeman einfach ignoriert haben. Der Everton-Privatjet musste die Heimreise dann ohne Sissoko antreten.

Mamadou Sakho stellt sich quer

Seit Längerem kursieren Gerüchte, dass es zwischen Innenverteidiger Mamadou Sakho und Trainer Jürgen Klopp kriselt. Der Liverpool-Coach soll nicht mehr mit dem 26-Jährigen planen und ihm einen Wechsel ans Herz gelegt haben. Doch Sakho selbst sieht das offenbar anders. Wie der Daily Mirror und die Daily Mail berichteten, hat der Innenverteidiger gleich drei Optionen auf einen Vereinswechsel ausgeschlagen. Besiktas Istanbul, Stoke City und West Bromwich Albion wollten den Ex-PSG-Spieler verpflichten, dieser aber stellte sich quer und und blieb an der "Merseyside". Und das obwohl er in der bisherigen Saison noch kein einziges Mal in den Kader berufen wurde.

Yann M'Vila: "Mein Herz ist gebrochen"

Ganz übel lief es für Yann M'Vila, der beim russischen Klub Rubin Kasan unter Vertrag steht. Der Mittelfeldspieler war in der vergangenen Saison an den AFC Sunderland ausgeliehen gewesen und hoffte, dass dieser ihn fest verpflichten werde. M'Vila machte sich am Mittwoch auf den Weg nach England und wartete am Flughafen auf den Vollzug des Wechsels. Doch die beiden Klubs konnten sich offenbar nicht auf eine Ablösesumme einigen - der Deal scheiterte. Und Yann M'Vila? Der saß um 23 Uhr immer noch am Flughafen und schrieb über Instagram: "Ich habe Sunderland angerufen aber sie gehen nicht ans Telefon, warum? Mein Herz ist gebrochen." Wie das Sunderlandecho berichtet, soll es aber im Januar zu einem Transfer kommen.

FC Chelsea: Armada von Leih-Spielern

Der FC Chelsea steht wie kein andere Klub für ein besonderes Transfer-Modell: Junge Talente verpflichten und sie direkt verleihen, damit sie Spielpraxis sammeln können. Unter Trainer Antonio Conte gab der Klub nun drei weitere Spieler auf Leihbasis ab. Damit haben die Londoner bereits 26 (!) Spieler bei anderen Klubs geparkt. In der Bundesliga spielen beispielsweise Abdul Rahman Baba beim FC Schalke 04 oder Andreas Christensen bei Borussia Mönchengladbach. Die "Fohlen" wollen den Verteidiger aber offenbar fest verpflichten.

Juan Cuadrado: Gleich drei Jahre verliehen

Der Kolumbianer ist ein weitere Spieler, der eigentlich in Diensten des FC Chelsea steht. Bereits vergangene Saison war der Außenspieler aber an Juventus Turin ausgeliehen und wird das auch in Zukunft so bleiben. Genauer gesagt: für die nächsten drei Jahre. Fünf Millionen Euro muss Juve für dieses ungewöhnliche Transfer-Modell an die Stamford Bridge überweisen. In der vergangenen Saison absolvierte Cuadrado 28 Serie-A-Spiele für die Italiener, erzielte dabei vier Treffer und bereitete sechs weitere vor.

sdm

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