Kommentar zum Fehlgriff des Bayern-Trainers

Pep Guardiola – zu sehr Kopfmensch

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Bayern-Coach Guardiola

Ein Kommentar von Daniel Wiechert. Pep Guardiola bekommt Haue. Dabei war der Matchplan des Bayern-Trainers richtig: Er hatte das Mittelfeld wie einen Trichter angeordnet. Thiago, Alonso, Vidal und der immer wieder von rechts hinten einrückende Lahm verdichteten das defensive Zentrum.

Sportredakteur Daniel Wiechert

Von dort aus sollte Atleticos erste Pressinglinie überspielt werden, um schließlich über die Außenpositionen (links Costa, rechts Coman) Breite ins Spiel zu bekommen. „Ich wollte einen Linksfuß auf links und einen Rechtsfuß auf rechts haben. Und ich wollte einen Mittelfeldspieler mehr haben“, begründete Guardiola den Verzicht auf Ribery und Müller. So weit, so gut – so verständlich. Nur: Ein Thomas Müller wäre gerade für diese „Trichter-Formation“ die perfekte Besetzung gewesen. Er lässt sich immer wieder fallen, kann Bälle festmachen und verteilen. Attribute, die wichtig sind, wenn die erste Pressinglinie überwunden ist.

Okay, auch ein Robert Lewandowski kann das. Aber eines kann nur Müller: Er spielt derart unorthodox, dass er durch seine Unberechenbarkeit auch das organisierteste Defensivkonstrukt der Welt vor unvorhersehbare Probleme gestellt hätte.

Dass Guardiola auf diesen X-Faktor verzichtete, liegt an der Versessenheit des Taktik-Tüftlers: Für ihn ist Fußball Denksport. Alles lässt sich planen. So sein Credo. Er ist ein Befürworter von Playbooks – bis ins letzte Detail einstudierte Spielzüge.

Diese Radikalität verwundert. Denn der Ex-Barca-Trainer hat jahrelang die Erfahrung gemacht: Wenn nichts geht, kommt Messi. Und wie sagte Ex-Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld: „Müller ist für Bayern wie Messi für Barcelona.“

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