Doping-Affäre um Sakho: Keine Chance für den BVB

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Liverpools Mamadou Sakho muss pausieren, weil er unter Doping-Verdacht steht. Foto: Peter Powell

Doping-Ärger für Jürgen Klopps Abwehrchef Sakho beim FC Liverpool: Nach einem positiven Test droht dem Profi eine lange Sperre. Europa-League-Kontrahent Dortmund hat aber keine Aussicht auf einen erfolgreichen Protest.

Liverpool (dpa) - Jürgen Klopps FC Liverpool wird von der Doppingaffäre um Fußball-Profi Mamadou Sakho belastet. Der Franzose ist durch einen positiven Test aufgefallen und muss mit einer langen Sperre rechnen, wenn die B-Probe den Befund bestätigt.

Auf das Europa-League-Aus von Borussia Dortmund an der Anfield Road hat dies allerdings keine Auswirkungen. Da sind die UEFA-Regeln eindeutig. Bis zum 26. April haben Club und Spieler Zeit, ihre Erklärungen bei der Europäischen Fußball-Union abzugeben.

Was ist passiert?

Liverpool-Profi Mamadou Sakho ist nach dem Europa-League-Spiel bei Manchester United am 17. März positiv getestet worden. Englische und französische Medien berichten, dass der 26-Jährige einen illegalen Fatburner genommen haben soll. Die UEFA hat laut Clubangaben am Freitag den FC Liverpool über die Ermittlungen unterrichtet. Bis zum endgültigen Ergebnis werde man Sakho nicht spielen lassen, hieß es in dem Liverpool-Statement.

Hat das Auswirkungen für Borussia Dortmund?

Auch wenn Sakho im Viertelfinal-Rückspiel beim 4:3-Sieg gegen den BVB den wichtigen 3:3-Ausgleichstreffer erzielte, hat ein Dopingvergehen des Liverpooler keine Auswirkungen auf das Resultat. Laut UEFA-Statuten könnten für den Verein erst bei mehr als zwei positiv getesteten Spielern Sanktionen erfolgen, bis hin zum Ausschluss aus dem Wettbewerb. Allerdings nicht rückwirkend, sondern nur für die kommenden Spiele.

Wie reagiert Borussia Dortmund?

Angesichts der UEFA-Statuten erwägt der BVB keine juristischen Schritte. "Ich glaube nicht, dass da für uns jetzt noch eine Tür aufgeht", kommentierte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Samstag nach dem 3:0-Erfolg in Stuttgart. Ähnlich äußerte sich Sportdirektor Michael Zorc: "Wir haben es uns selbst zuzuschreiben, dass wir ausgeschieden sind. Das Problem ist, dass die Auswertung der Doping-Probe so lange gedauert hat."

Was droht Sakho?

Team-Kollege Kolo Touré - damals noch bei Manchester City - wurde im März 2011 wegen der Einnahme von Tabletten zur Gewichtsreduzierung für ein halbes Jahr gesperrt. Sollte Klopps Abwehrchef endgültig überführt werden, droht ihm eine ähnliche Strafe. Dies würde bedeuten, dass der französische Nationalspieler nicht nur das Saison-Ende in der Premier League verpassen würde, sondern es wäre auch das Aus für die Heim-Europameisterschaft im Sommer.

Mitteilung FC Liverpool

Profil Sakko auf der Liverpool-Homepage

Bericht Telegraph mit Klopp-Aussagen und Vergleichsfällen

UEFA-Antidopingregularien

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