"Mats ist kein Jurist"

"Drecksmitteilung": So reagiert der BVB auf die Hummels-Aussage

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Mats Hummels.

Dortmund - Kapitän Mats Hummels kritisiert die Mitteilung von Borussia Dortmund über seinen Wechselwunsch zum FC Bayern deutlich. Der BVB reagiert dennoch unaufgeregt.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat unaufgeregt auf die deutliche Kritik von Kapitän Mats Hummels an der Ad-hoc-Mitteilung zum möglichen Wechsel zu Bayern München reagiert. "Mats ist kein Jurist, er muss auch gar nicht wissen, wieso wir eine Ad-hoc-Mitteilung versenden mussten", sagte Watzke am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Aus seiner Sicht kann ich das Unverständnis absolut verstehen. Uns wäre es auch lieber gewesen, wenn wir sie nicht hätten veröffentlichen müssen." Als börsennotiertes Unternehmen unterliege man juristischen Zwängen.

"Diese Drecksmitteilung hat einen anderen Eindruck erweckt. Keine Ahnung, warum man die machen musste", hatte der 27-jährige Fußball-Profi nach dem Training am Mittwoch aus dem Auto heraus vor Fans gesagt und war dabei gefilmt worden. Das Video wurde im Online-Dienst Instagram veröffentlicht und sorgte für erheblichen Wirbel, auch weil Hummels erwähnte, dass  "noch alles möglich" und "noch nichts entschieden" sei. Die Ad-hoc-Mitteilung hatte der BVB vor einer Woche veröffentlicht.

Finanzielle Bedingungen eines möglichen Wechsels laut Watze nicht verhandelbar

BVB-Chef Watzke betonte noch einmal, dass die finanziellen Bedingungen für eine Freigabe nicht verhandelbar seien. "Ein Angebot von Bayern München ist nicht notwendig. Die Bayern kennen unsere Vorstellungen und müssen uns mitteilen, ob sie diese erfüllen möchten", erklärte er. "Mats muss zuallererst aber überhaupt wechseln wollen. Er hat gerade erst zu den Fans gesagt, dass noch alles offen sei. Das nehme ich zur Kenntnis."

Dem Vernehmen nach fordert Dortmund für Mats Hummels eine Ablösesumme von bis zu 40 Millionen Euro von den Bayern. Der Abwehrchef des Tabellen-Zweiten und der Nationalmannschaft hat noch einen bis 2017 laufenden Vertrag ohne Ausstiegsklausel. Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte trotz der kompromisslosen Haltung des BVB versichert, noch vor dem DFB-Pokalfinale zwischen den Münchnern und der Borussia am 21. Mai eine Einigung über den Transfer erzielen zu wollen.

dpa

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