Suspendierter FIFA-Boss

Blatter kämpft um Lebenswerk: "Mich kann man zerstören"

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Sepp Blatter wurde in seiner Position als FIFA-Chef für 90 Tage suspendiert.

Zürich - Der höchst umstrittene FIFA-Präsident Joseph Blatter denkt trotz seiner Sperre für 90 Tage nicht an einen sofortigen Rücktritt.

„Ich bin ein Kämpfer“, sagte der 79-Jährige der Zeitung „Schweiz am Sonntag“ und betonte: „Mich kann man zerstören - aber mein Lebenswerk kann man nicht zerstören.“ Blatter durfte sich wegen seiner Suspendierung nicht detaillierter äußern, betonte aber: „Mir geht es gut und ich fühle mich gut.“

Blatter war am Donnerstag genauso wie UEFA-Präsident Michel Platini von der Ethikkommission des Fußball-Weltverbands für 90 Tage gesperrt worden. Hintergrund ist offenbar eine Zahlung Blatters an Platini in Höhe von zwei Millionen Schweizer Franken aus dem Jahr 2011. Offenbar will der Schweizer nach der Sperre sein Amt wieder antreten und bis zu seinem angekündigten Abschied bei der FIFA-Präsidentschaftswahl am 26. Februar weiterführen.

Blatter ist seit 1998 FIFA-Präsident. Ende September hatte die Schweizer Bundesanwaltschaft ein Strafverfahren gegen ihn wegen des Verdachts der „ungetreuen Geschäftsbesorgung sowie - eventualiter - wegen Veruntreuung“ eingeleitet. Blatter wies die Vorwürfe zurück.

dpa

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