Sieg im Derby

Ben-Hatira lässt Frankfurt wieder hoffen

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Änis Ben-Hatira (l) erzielt das 1:0 gegen Hannovers Torwart Ron-Robert Zieler (l-r), Christian Schulz und Hiroki Sakai.

Frankfurt/Main - Eintracht Frankfurt sendet wieder ein Lebenszeichen im sportlichen Überlebenskampf. Im Derby gegen Mainz feiern die Hessen einen späten Sieg. Held des Tages ist wieder Änis Ben-Hatira.

„Derby-Held“ Änis Ben-Hatira lässt Eintracht Frankfurt wieder auf den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga hoffen. Der Winter-Neuzugang erzwang am Sonntag in der 84. Minute den Siegtreffer zum 2:1 (1:1) im Nachbarschaftsduell mit dem FSV Mainz 05 und bescherte der Mannschaft von Trainer Niko Kovac den so dringend benötigten Befreiungsschlag. Nach den Niederlagen der Konkurrenz haben die Hessen mit 30 Punkten nur noch einen Zähler Rückstand auf den Relegationsrang, bis zum rettenden 15. Platz sind es noch drei Punkte. Die Mainzer verbleiben mit 45 Zählern auf dem sechsten Tabellenplatz, haben aber trotz der erneuten Niederlage gute Chancen auf die Europacup-Teilnahme.

Vor 50 300 Zuschauern in der Frankfurter WM-Arena war Mainz durch ein sehenswertes Freistoßtor von Daniel Brosinski in Führung gegangen war (18.). Marco Russ leitete noch vor der Pause die Frankfurter Wende mit dem Ausgleich ein (28.), ehe Ben-Hatira in der Schlussphase seinen großen Auftritt hatte. Der Ex-Berliner hatte aber Glück, dass sein Schuss von Stefan Bell unhaltbar abgefälscht wurde. Der Mainzer wurde als Eigentorschütze geführt. Für die Frankfurter war es erst der zweite Sieg aus den letzten 13 Spielen. Angesichts des Restprogramms mit nur noch einem Heimspiel (gegen Borussia Dortmund) war der Erfolg aber dringend notwendig. Schon beim 1:0 gegen Hannover 96 hatte Ben-Hatira das Tor erzielt.

„Keiner gibt mehr einen Pfifferling auf uns. Aber das ist genau die Chance, zu zeigen, dass wir noch leben“, hatte Kovac vor dem Spiel gesagt. Und genau das zeigte die Eintracht auch. Frankfurt kämpfte, rannte und probierte, allein die spielerischen Mittel fehlten.

Dazu wurde die Eintracht kalt erwischt. Nach einem Foul von Russ an Yunus Malli traf Brosinski aus 23 Metern per Freistoß in den linken oberen Torwinkel. Eintracht-Keeper Lukas Hradecky hatte keine Abwehrchance. Das Gegentor machte die Angelegenheit für die Frankfurter nicht einfach, entmutigen ließ sich die Kovac-Elf aber nicht. Auch nicht durch das frühe Aus von Stefan Aigner, der nach 24 Minuten vom Platz musste. Bereits in der Anfangsphase des Spiels waren Aigner und Giulio Donati mit den Köpfen zusammengestoßen, der Eintracht-Profi wurde zur Sicherheit ins Krankenhaus gebracht.

Nach 28 Minuten hellte sich die Miene von Kovac dann aber doch auf, als seiner Mannschaft auf kuriose Weise der Ausgleich gelang. Nach einem Freistoß von Szabolcs Huszti rutschte Änis Ben Hatira beim Torschuss, brachte den Ball aber im Sitzen noch in die Mitte, wo Russ goldrichtig stand. Der Kapitän war unter der Woche noch gesundheitlich angeschlagen und hatte Antibiotika nehmen müssen.

Noch vor der Pause wäre den Gastgebern fast der Führungstreffer gelungen. Nach einem Missverständnis der Mainzer Stefan Bell und Donati war Haris Sferovic frei durch, doch Loris Karius bewahrte seine Mannschaft vor dem Rückstand.

Auch im zweiten Durchgang waren die Frankfurter die spielbestimmende Mannschaft und hatten auch die besseren Möglichkeiten, wie etwa bei einem Drehschuss von Ben Hatira (58.). Kurz darauf zwang Haris Seferovic mit einem Kopfball den Mainzer Keeper Karius zu einer Glanzparade (69.). Mainz war bei den wenigen Kontern aber nicht ungefährlich. So war Jhon Córdoba in der 65. Minute frei durch, scheiterte aber an Hradecky. So kam es zum Showdown in der Schlussphase.

dpa

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