Vettel: Erstes Heimspiel im Ferrari "etwas Besonderes"

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Das Rennen in Hockenheim wird für Sebastian Vettel ein ganz besonderes. Foto: Janos Marjai Hungary

Die Formel 1 macht nach zwei Jahren wieder Station in Hockenheim. Für Sebastian Vettel ist die Rückkehr in vertraute Gefilde diesmal noch spezieller.

Hockenheim (dpa) - Sebastian Vettel startet an diesem Wochenende zum ersten Mal in einem Ferrari bei seinem Formel-1-Heimrennen in Hockenheim. "Das ist so, wie im eigenen Wohnzimmer zu fahren", sagte der Hesse.

Sie leben in der Schweiz, arbeiten für ein italienisches Team, sind mit der Formel 1 in der ganzen Welt unterwegs. Was bedeutet Ihnen Heimat?

Sebastian Vettel:Sehr viel. Die Identität kommt von zuhause. Das ist auch nach wie vor so. Natürlich habe ich jetzt meinen Lebensmittelpunkt in der Schweiz gefunden. Aber die Familie und ein Großteil des Freundeskreises ist nach wie vor zuhause.

Inwiefern sehen Sie Hockenheim als Ihr Heimrennen?

Vettel:Es ist ja nicht weit weg, nur ein Katzensprung, eine halbe Stunde nur. Ich schlafe zwar an der Strecke. Trotzdem sind die ganze Familie und Freunde da. Die Nähe macht es schon nochmal speziell, zuhause Rennen zu fahren. Das war in Hockenheim schon immer so. Ich habe mit dem Kartfahren in Walldorf angefangen, das ist ja nur fünf Kilometer weg von Hockenheim. Es ist schön, wenn sich alle zwei Jahre der Kreis schließt. Das ist so, wie im eigenen Wohnzimmer zu fahren. Ob ich auch so gut zurechtkomme, wird sich zeigen.

Erwarten Sie, dass viele Fans am Wochenende wieder die roten Kappen aus den Jahren des Michael-Schumacher-Booms mitbringen?

Vettel:Das wäre schön, es bietet sich an. Das erste Jahr mit Ferrari dort zu fahren, ist für mich etwas ganz Besonderes. Ob es dann für die Leute auch so besonders ist, dass sie die silberne Kappe in die Ecke schmeißen und die rote aufziehen, wird sich zeigen.

Haben Sie schon gelernt, sich angesichts der sportlich derzeit schwierigen Lage in Geduld zu üben?

Vettel:Man muss es lernen. Generell sollte es keine Eigenschaft eines Rennfahrers sein, geduldig zu sein, weil es dem Prinzip widerspricht. Aber bei manchen Dingen weiß man am besten einzuschätzen, ob es ein bisschen länger braucht oder nicht. Der Schritt zu Ferrari war kein Schnellschuss im Sinne von: Morgen muss alles klappen. Das Team ist gewillt, sich neu zu formen. Da muss man sich die Zeit nehmen, bis sich der Erfolg einstellt.

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